[Strophe 1]
Ich war schon fast eingemauert in meinem eigenen Schrein
Wände aus Glasscherben, jede Erinnerung ein kleiner Pein
Jeder Atemzug ’ne Strafe, jede Nacht ’n neuer Krieg
Und mittendrin ich – verloren, leer und völlig besiegt
[Pre-Refrain]
Doch dann kamst du – leise, ohne großen Lärm
Und hast die Scherben nicht zerschnitten…
sondern einfach warm gemacht mit deinem Arm
[Refrain]
Mit dir hab ich es geschafft
mich aus der Hölle von Schmerzen zu befreien
Du hast die Ketten nicht zersägt –
du hast sie einfach schmelzen lassen, ganz bei mir
Mit dir hab ich wieder Farbe im Gesicht gelernt
und dass Atmen sich nicht mehr wie Steine anfühlt
Mit dir hab ich es geschafft…
einfach nur zu sein
[Strophe 2]
Du hast keine großen Reden gehalten, keine Heilungsformeln
Hast nur dagewesen – stur, warm und vollkommen unvernünftig treu
Hast meine dunkelsten Zimmer nicht hell gestrichen
sondern einfach das Licht angemacht und bist mit reingegangen
[Bridge]
Ich dachte immer Rettung müsste laut sein, dramatisch, wie im Film
Doch du hast bewiesen: manchmal reicht es völlig aus
jemanden anzusehen und zu sagen
„Ich geh nirgendwohin“
[Refrain – etwas lauter, heller]
Mit dir hab ich es geschafft
mich aus der Hölle von Schmerzen zu befreien
Kein großer Kampf, kein letztes Gefecht
nur du und ich und plötzlich wieder Leben in den Adern
Mit dir hab ich gelernt, dass Heilung
auch ganz leise passieren darf
Mit dir hab ich es geschafft…
wieder Mensch zu sein
[Outro – ganz sanft]
Danke, dass du geblieben bist
als alles in mir schon aufgegeben hatte
Danke, dass du mich mitgenommen hast
zurück ins Leben –
einfach indem du da warst.
Mit dir… hab ich es geschafft.