[Strophe 1]
Ich trug Gefühle wie alte Bücher
die niemand je zu Ende las
Seiten voll mit zartem Sehnen
doch immer nur ein flüchtiger Blick und dann war’s das
Ich kannte Zärtlichkeit vom Hörensagen
wusste, wie sich „für immer“ schreibt
doch jedes Mal, wenn ich die Hand ausstreckte
griff ich in leeren Wind hinein
[Pre-Chorus]
Ich war Meister darin, fast zu lieben
fast zu weinen, fast zu bleiben
aber wirklich anzukommen
das hab ich nie gewagt zu sein
[Refrain]
Und dann kamst du –
wie Regen auf verdorrte Erde fällt
und plötzlich blüht in mir ein Sommer
den ich längst für tot erklärt
Du hast die Stellen in mir berührt
die selbst ich nicht mehr finden konnte
und auf einmal tat es nicht mehr weh
zu fühlen, was ich fühle
[Strophe 2]
Ich dachte, ich bin kaputter Stein
der nur noch Risse sammelt im Lauf der Zeit
dass Liebe immer nur ein Gast ist
der grüßt und dann für immer geht
Doch du bist geblieben
hast meine Splitter nicht versteckt
hast sie stattdessen warm gehalten
bis sie wieder anfingen zu leuchten
[Refrain]
Und dann kamst du –
wie Morgenlicht durch jahrelange Nacht
und plötzlich schmeckt die Luft nach Leben
nach Zuhause, nach „es macht nichts mehr kaputt“
Du bist der erste Mensch
der meine Tiefe nicht ertränkt
sondern schwimmen mit mir lernt
[Bridge]
Ich wusste gar nicht mehr
wie laut ein Herz schlagen kann
wenn es endlich glaubt
dass es erlaubt ist, ganz zu sein
[Letzter Refrain – leiser, zärtlicher]
Und dann kamst du…
und ich durfte wieder fühlen
ohne Strafe, ohne Scham
einfach nur
fühlen
dass ich da bin
dass ich lebe
dass ich liebenswert bin
…weil du mich siehst.