Strophe 1
Ich sitz im selben Raum wie du
Und fühl mich trotzdem unsichtbar
Dein Blick geht durch mich hindurch
Als wär ich nicht mehr da
Wir teilen Tage, teilen Zeit
Doch nicht mehr Haut, nicht mehr Gefühl
Ich hab gelernt, nichts mehr zu fragen
Weil jede Antwort zu viel war
Pre-Chorus
Ich halt mich fest an dem, was bleibt
Auch wenn es mich langsam aufreibt
Refrain
Wenn Nähe fehlt, tut Treue weh
Weil ich mich selbst dabei verlier
Ich will nicht fremd sein, nicht betrügen
Ich will einfach nur zu dir
Ich brauch Hände, die mich halten
Einen Blick, der mich begehrt
All das, was du mir nicht mehr gibst
Fehlt mir jeden Tag so sehr
Strophe 2
Da ist jemand, der mich sieht
Der merkt, wenn meine Stimme bricht
Der fragt nicht warum, er bleibt einfach
Und genau das macht mir Angst
Er sagt, ich bin noch da, noch echt
Als hätt ich Gewicht, als wär ich mehr
Und ich schäm mich für dieses Gefühl
Weil ich es so lange nicht gespürt hab bei dir
Pre-Chorus
Ich hab mir nie ein Dazwischen gewünscht
Ich wollte nur nicht leer sein
Refrain
Wenn Nähe fehlt, wird Schweigen laut
Und Schuld wird schwer wie Stein
Ich will nicht gehen, ich will nicht bleiben
Ich will nur nicht mehr allein
Ich brauch Wärme, kein Versprechen
Nur das Gefühl, gewollt zu sein
All das, was du mir nicht mehr gibst
Holt mich langsam von innen ein
Bridge (fast a cappella)
Vielleicht ist Liebe manchmal
Zu merken, wann man fehlt
Vielleicht ist Bleiben manchmal
Nur Angst, die sich als Treue zählt
Ich hab so lange durchgehalten
Dass ich mich selbst vergaß
Letzter Refrain
Wenn Nähe fehlt, stirbt etwas leise
Ohne Streit, ohne Lärm
Ich bleib noch stehen zwischen uns
Doch mein Herz läuft schon zu weit
Ich will niemanden verletzen
Doch mich selbst halt ich nicht mehr aus
Wenn Nähe fehlt, bleibt nur die Frage
Wie man so weiterleben soll
Outro
Ich bin noch hier
Aber ich halt mich kaum noch
An mir selbst fest.