Eins, zwei, drei,
Leer ist’s in mir dabei.
Wieviel Jahr’,
wieviel Winter –
wie ein Hauch
im Wind vergingen!
Nur das Alter
blieb bei mir,
einsam, schwer,
bleibt’s immer hier.
Doch wohin
sind sie geflogen,
all die Jahre,
die vergnügt?
Warum nur
haben sie nichts
mir gebracht,
kein Glück geliehn?
Kein Erfolg,
kein frohes Lachen,
kein Kinderlachen,
das erklingt?
All mein Hab
stahl’n mir die Jahre,
Locken, Zähne –
weg, verstaubt!
Alt sein will ich nicht, oh nein,
Frauen lieben will ich fein!
Doch ich bin alt,
schrecklich, grau,
jag’ nur Furcht
den Frauen, au!
Alter, Alter, welch ein Schmerz,
bricht mir fast mein altes Herz!
Einen Hund
wollt’ ich mir holen,
doch der Händler
sprach: „Halt ein!Vater, sag,
bist du gewiss,
dass der Hund
nicht bald allein ist?“
Alter, Alter, welch ein Graus,
nimmt mir alles, raubt mich aus!Memoiren
wollt’ ich schreiben,
meine Zeit
damit verbringen.
Doch am dritten Tag
ward’s mir leid,
Schreiben tat
mir nur noch weh!
Alter, Alter, schlimmes Leid,
raubt mir Mut und Leichtigkeit!
Doch im Treppenhaus
eines Tags
fand ich einen
alten Kater.
Kahl wie ich,
ein grauer Freund,
der die Welt
verachtend meint.
Keine Freunde
hat der Kater,
doch wie Brüder
sind wir nun.
Zusammen leben
wir im Alter,
mein Heim erstrahlt
in frohem Glanz!
Alter bleibt,
doch mit dem Kater
ist es leichter,
nicht so schwer.
Was das Leben
mir verwehrte,
gab der Kater
mir zurück!
Mein Gefährte,
stummer Freund,
schweigt und doch
versteht er’s fein.
Nachts kommt er
zu mir ins Bette,
liegt bei mir,
schnurrt leis’ und sacht.
Denkt, ich hör’s nicht,
doch ich spür’s,
wie er mirш
die Liebe gibt.
Mein Kater
hat mich gern,
Alter ist
kein Leid so fern!
Kater schützt
mich vor dem Schmerz,
heilt mein altes,
müdes Herz!