[Intro]
[Verse]
es fällt mir schwer, diese Worte loszuwerden– und vielleicht fällt es dir schwer, sie zu hören. Trotzdem möchte ich dir ein paar Dinge sagen. Nicht, weil ich etwas von dir erwarte, sondern weil ich dir ehrlich begegnen möchte, so wie du es verdient hast.
Unsere Geschichte war intensiv, echt, und für viele Jahre auch sehr stark. Wir waren ein Team – Bonnie und Clyde. Wir waren in so vielem eins. Ich habe das geliebt. Ich habe dich geliebt. Und auch wenn am Ende vieles kaputt gegangen ist, sind diese Gefühle nie ganz verschwunden.
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel nachgedacht. Über dich, über mich, über das, was passiert ist. Ich war unglücklich, ja – aber nicht, weil du mir nichts gegeben hast. Im Gegenteil: Du warst oft der, der mich getragen hat, wenn ich nicht mehr konnte. Du hast mir den Rücken freigehalten, in so vielen schwierigen Momenten, gerade mit den Kindern. Dafür bin ich dir dankbar. Auch heute noch.
Und trotzdem habe ich mich entfernt. Ich habe angefangen, dich mit anderen Augen zu sehen – und es schmerzt mich, das zuzugeben. Ich war unzufrieden, ich habe mich nicht mehr gesehen gefühlt. Ich habe Signale gesendet, aber ich hatte das Gefühl, sie kamen nicht bei dir an. Und anstatt laut zu werden oder dir klarer zu sagen, wie es mir wirklich geht, bin ich innerlich gegangen. Ich habe mich nach etwas anderem umgesehen, nach Aufregung, nach einem neuen Gefühl – dabei hatte ich längst, was ich brauchte. Ich war einfach zu blind, um es zu erkennen.
Als ich dann gegangen bin, habe ich damit nicht nur unsere Ehe, sondern dein Herz zerstört. Ich sehe das heute klar. Ich weiß, dass du tief verletzt bist. Und auch wenn ich es dir nie sagen darf: Ich trage diese Schuld mit mir.
Trotz allem denke ich heute viel an dich. An uns. An unser Zuhause, an die Kinder, an das, was wir aufgebaut haben. Ich vermisse dieses „Wir“. Ich vermisse das Gefühl, angekommen zu sein. Ich sehe heute, dass ich nicht gegangen bin, weil ich dich nicht mehr geliebt habe – sondern weil ich mich selbst verloren hatte. Das ist keine Entschuldigung, aber es ist die Wahrheit.
Ich schreibe dir nicht, weil ich einfach da weitermachen will, wo wir aufgehört haben. Ich weiß, das geht nicht. Aber ich frage mich, ob zwischen uns noch etwas existiert, das heilbar ist.
[Denn ich liebe dich]