Strophe 1
In einem Zimmer, so still und klein,
sitzt ein Kind und fühlt sich allein.
Die Welt da draußen dreht sich schnell,
doch in ihm bleibt alles hell.
Seine Augen fragen leis:
„Siehst du mich – oder gehst du vorbei?“
Was für uns nur ein Moment,
ist für ein Kind die ganze Welt.
Refrain
Für jedes Kind, das leise weint,
das nachts von einem Engel träumt,
halt ich die Hand, steh ich bereit –
gegen Kälte, Schmerz und Einsamkeit.
Denn jedes Herz, das kleiner schlägt,
braucht Liebe, die es sanft bewegt.
Strophe 2
Zu viele Kinder mit zu wenig Schutz,
sie tragen Narben ohne Sturz.
Kein Pflaster hilft, kein leises Wort,
wenn niemand bleibt, wenn jeder fort.
Doch jedes Kind hat Recht auf Licht,
auf Wärme, Liebe, Zuversicht.
Wir dürfen niemals einfach geh’n,
wenn wir ein Kind in Tränen seh’n.
Die Welt muss bunt sein
Die Welt für Kinder muss Farben seh’n,
mit Bäumen, Träumen und Wind, der weht.
Mit Lachen laut auf freiem Feld,
mit Fantasie, die Flügel hält.
Kein Grau, kein Lärm, kein harter Blick –
sie brauchen Licht und Stück für Stück
ein Leben, das nicht nur überlebt,
sondern tanzt, liebt, fragt und lebt.
Wenn niemand da ist, sei ich dein Halt,
bleib bei dir – wenn es dunkel wird und kalt.
Ein Kind soll nie alleine steh’n,
wir müssen endlich richtig seh’n.
Letzter Refrain
Für jedes Kind, das schweigt vor Angst,
das mehr verdient, als du je ahnst,
reich ich mein Herz, mein Wort, mein Licht –
bis du wieder lächelst – und zerbrichst nicht.
Denn du bist mehr, als man oft sieht –
ein Leben, das Respekt verdient.