[Strophe 1]
Von Deutschland bis zur Ukraine,
so viele Straßen, so viel Schmerz,
versprochen war die alte Liebe,
doch Hass zerreißt ein offnes Herz.
In Sibirien weint der Wind,
er flüstert leise: „Was ist gescheh’n?“
Ein Freund verloren, ein Bruder blind,
wir konnten uns nicht mehr versteh’n.
[Refrain]
Nie mehr Freundschaft, nie mehr Licht,
die alten Lieder singen nicht.
Von Russland bis zum deutschen Land,
verblasst das Band in meiner Hand.
Doch tief im Herzen brennt ein Traum,
von Frieden unter einem Baum,
wo keiner fragt, woher du bist –
nur Mensch, der den andern vermisst.
[Strophe 2]
Im Schnee von Nowosibirsk
liegt ein Kind mit deutschem Blick,
geboren dort, doch fremd geblieben,
der Welt entrückt, vom Krieg vertrieben.
Ich schreib den Namen in das Eis,
ein letzter Gruß, so still, so leis,
die Freundschaft starb im Sturm der Zeit,
und doch – ich wär zum Frieden bereit.
[Refrain]
Nie mehr Freundschaft, nie mehr Licht,
die alten Lieder singen nicht.
Von Russland bis zum deutschen Land,
verblasst das Band in meiner Hand.
Doch tief im Herzen brennt ein Traum,
von Frieden unter einem Baum,
wo keiner fragt, woher du bist –
nur Mensch, der den andern vermisst.
[Bridge]
Vielleicht wird eines Tags ein Kind
den Hass vergessen, der uns blind,
vielleicht hört man ein neues Lied,
das über Grenzen weiterzieht.
[Refrain – sanft, hoffnungsvoll]
Vielleicht Freundschaft, vielleicht Licht,
die neuen Lieder lügen nicht.
Von Herzen Hand in Hand vereint,
wenn keiner mehr den andern meint.
Dann wächst im Schnee ein neuer Traum,
von Liebe unter einem Baum –
da, wo der Frieden endlich ist.