(Strophe 1 – Er, aus Westdeutschland)
Wir standen Hand in Hand am alten Grenzweg,
die Sonne ging unter, der Himmel war weit.
Doch plötzlich kamen Worte, kalt und eisig,
sie sagten: "Dies ist nun die neue Zeit."
(Strophe 2 – Sie, aus Ostdeutschland)
Die Straßen versperrt, Stacheldraht in der Luft,
Soldaten mit Gewehren, kein Weg führt hinaus.
Ich schrie deinen Namen, doch Wände aus Stein
verschluckten die Worte und hielten mich aus.
(Refrain – gemeinsam)
Getrennt von der Mauer, getrennt über Nacht,
unsere Liebe verloren in eiserner Macht.
Doch tief in den Herzen, da bleibt unser Traum,
dass Mauern einst fallen – wie Wolken im Raum.
(Strophe 3 – Er, aus Westdeutschland)
Ich schrieb dir Briefe, doch keiner kam an,
dein Lächeln nur noch ein Schatten im Wind.
Die Straßen von Berlin, sie flüstern von Zeiten,
als wir noch zwei und doch unzertrennlich sind.
(Strophe 4 – Sie, aus Ostdeutschland)
Die Jahre vergehen, doch Hoffnung bleibt wach,
in stillen Momenten, da spür ich dich nah.
Ich seh dich im Traum, wenn der Morgen erwacht,
und warte auf Freiheit, auf unser "Ja".
(Refrain – gemeinsam)
Getrennt von der Mauer, getrennt über Nacht,
unsere Liebe verloren in eiserner Macht.
Doch tief in den Herzen, da bleibt unser Traum,
dass Mauern einst fallen – wie Wolken im Raum.
(Bridge – beide)
Dann fällt eines Tages der Stein auf den Grund,
die Welt hält den Atem, der Ruf geht herum.
Ich renne zu dir, durch Trümmer und Staub,
du nimmst meine Hand, wir bauen uns auf.
(Letzter Refrain – gemeinsam, euphorisch)
Die Mauer ist fort, die Ketten sind weg,
unsere Liebe durchbrach jedes eiserne Gesetz.
Wir tanzen im Licht, vergessen die Zeit,
denn endlich sind wir wieder vereint!