[[medieval plague lament, mournful bagpipes, deep war drums, sorrowful wooden flutes, dark monastery atmosphere, funeral bells, slow marching rhythm, medieval village mourning, haunting choir echoes, emotional historical ballad, ancient European folk, tragic procession, cold wind ]
Die Pest
Als noch kein Donner Eisen trug,
kein Feuer aus den Rohren schlug,
da kam ein Feind aus ferner Nacht
und hat die Länder arm gemacht.
Nicht Ross noch Reiter sah man zieh’n,
nicht Fahnen über Feldern weh’n,
kein Feldherr führte sein Gebot,
und dennoch folgte ihm der Tod.
Vom Morgenland, so sprach man leis’,
kam er auf Schiffen übers Meer,
und wo er seinen Schatten warf,
blieb manche Wiege traurig leer.
Da schwieg der Hammer in der Schmied’,
kein Hirte sang sein altes Lied,
der Pflug verrostet auf dem Feld,
als wär verlassen alle Welt.
Die Glocke klang vom Kirchturm schwer,
doch ihre Stimme wurde leer,
denn jener, der am Seile stand,
lag selbst bald kalt im Leichengewand.
Der Kaufmann sank an seiner Tür,
der Knecht im Stall, das Kind dafür,
die Magd am Herd, der Herr im Haus –
die Pest suchte sich alle aus.
Sie fragte nicht nach Gold und Rang,
nicht nach Gebet und Chorgesang,
nicht ob ein Mann eDie Pest
Als noch kein Donner Eisen trug,
kein Feuer aus den Rohren schlug,
da kam ein Feind aus ferner Nacht
und hat die Länder arm gemacht.
Nicht Ross noch Reiter sah man zieh’n,
nicht Fahnen über Feldern weh’n,
kein Feldherr führte sein Gebot,
und dennoch folgte ihm der Tod.
Da schwieg der Hammer in der Schmied’,
kein Hirte sang sein altes Lied,
der Pflug verrostet auf dem Feld,
als wär verlassen alle Welt.
Die Glocke klang vom Kirchturm schwer,
doch ihre Stimme wurde leer,
denn jener, der am Seile stand,
lag selbst bald kalt im Leichengewand.
Der Kaufmann sank an seiner Tür,
der Knecht im Stall, das Kind dafür,
die Magd am Herd, der Herr im Haus –
die Pest suchte sich alle aus.
Sie fragte nicht nach Gold und Rang,
nicht nach Gebet und Chorgesang,
nicht ob ein Mann ein Fürst gewesen,
noch ob er kaum gelernt zu lesen.
Da flohen viele in den Wald,
doch selbst dort wurde manchen kalt.
Sie schlossen Tore, Tür und Tor,
doch oft trat sie zuerst hervor.
Die Kräuterfrau am Wegesrain
sprach manchen heil’gen Spruch hinein,
doch was sie mischte, was sie sann,
kam gegen dieses Übel kaum an.
In Städten wuchs die große Not,
man fuhr die Wagen voll mit Tod.
Die Gassen, einst von Ruf erfüllt,
waren von Schweigen eingehüllt.
Wo gestern Markt und Leben war,
stand heute nur ein Totenbahr’.
Wo Kinder spielten vor dem Haus,
zog still der schwarze Schrecken aus.
Die Jahre gingen, schwer und lang,
bis langsam sein Verhängnis sank.
Wie Wintereis im Frühlingsschein
brach seine Macht schließlich entzwei.
Da kehrte wieder Saat aufs Feld,
und neues Leben in die Welt.
Aus manchem Haus, das leer einst stand,
erscholl erneut ein Kinderhand.
Doch tief in Stein und Kirchenwand,
blieb die Erinnerung im Land.
Denn wer die alten Zeiten kennt,
weiß, wie das Glück oft plötzlich rennt.