[Part 1 – Der Einstieg bricht sofort los]
Herz rast plötzlich los wie ein Presslufthammer-Schlag
Brustkorb zerspringt gleich, Rippen brechen gleich entzwei im Tag
Schwindel dreht die Welt um neunzig Grad ins Nichts zurück
Boden kippt nach unten, ich fall rückwärts ohne Fallschirm-Glück
Atem stockt im Hals wie Glas-Scherben-Splitter tief
jeder Zug ist Stacheldraht, der sich um die Lunge zieht
Kopf schreit laut: „Du stirbst jetzt – genau in dieser Sekunde hier!“
Panik malt den Totenschein mit rotem Edding über mir
[Hook – vierfach, atemlos]
Angst frisst Angst frisst Angst frisst Angst in Endlosschleifen-Ring
Herz schlägt Schlag auf Schlag auf Schlag auf Schlag – kein Ausweg, kein Entspring
Schweiß und Tränen mischen sich zu Salz auf meiner Zungenspitze dring
Ich erstick im Freien – Panik hat den Luftraum eingenommen, King
[Part 2 – Körperliche Hölle in Detail]
Hände kribbeln taub, als wären Stromkabel drin verlegt
Fingerspitzen Eis, die Füße brennen, als ob Lava drüber fegt
Nacken steif wie Stahlbeton, die Schultern hochgezogen bis zum Ohr
jeder Muskel schreit Alarm – doch niemand hört den Hilfeschrei-Chor
Magen dreht sich um wie Waschmaschine auf 1400 Touren schnell
Übelkeit im Hals, der Würgereflex tanzt giftgrün und grell
Sehe Punkte tanzen schwarz vor Augen wie ein Schwarm von Fliegen wild
Gleich werd ich ohnmächtig – oder bilde mir nur ein, dass ich gleich kippe mild
[Hook – Variation]
Angst gebiert Angst gebiert Angst gebiert Angst in Kettenreaktion
jeder Gedanke zündet neuen Sprengsatz – keine Dekontamination
Herz explodiert in Zeitlupe, doch stoppt es nie, die Detonation
Panik ist der neue Gott – und ich bin sein einziger Marionetten-Clown
[Bridge 1 – Die Gedankenraserei]
„Was wenn’s wirklich Herzinfarkt ist?“ – „Was wenn Hirnblutung jetzt?“
„Was wenn Lunge kollabiert und keiner findet mich im Bett?“
„Was wenn’s nie mehr weggeht und ich bleib’ für immer so gefangen?“
„Was wenn alle merken, dass ich eigentlich schon längst abgestorben?“
Gedanken jagen sich wie Ratten in ’nem überfüllten Käfigraum
jeder Ausweg ist verbaut mit Stacheldraht und Beton und Schaum
Ich versuch zu zählen – eins-zwei-drei-vier – doch die Zahlen drehen durch
am Ende zähl ich nur noch Tode, die ich mir in Echtzeit vorstell’ – hur
[Part 3 – Die Scham danach]
Und dann – ganz plötzlich – lässt der Druck ein kleines Stückchen nach
Herz stolpert noch, doch schlägt es wieder – irgendwie im Takt zurück
Doch jetzt kommt die zweite Welle – Scham und Selbsthass purer Art
„Du bildest dir das alles ein – du bist einfach nur ein schwacher Part“
Andere schaffen Berge, reisen, lieben, lachen laut und frei
du sitzt hier zitternd, schwitzt bei’m Gedanken an die U-Bahn – dabei
„Reiß dich zusammen!“ schreit die Stimme, die am lautesten von allen ist
doch je mehr ich kämpfe, desto tiefer sink ich in den Abgrund – bis
[Hook – noch dichter]
Angst zerfrisst die Seele Stück für Stück für Stück für Stück entzwei
jeder Sieg von gestern fühlt sich an wie Lüge – wie Betrug dabei