Ich hab gelernt, dass nicht jeder, der lacht, auch bleibt
Dass viele nur bei Sonnenschein in deiner Nähe verweil’n
Hab Leute an Tische gelassen, die Messer mitbrachten
Und die dann sagten: „Sorry“, während sie mich auslachten
Ich hab gelernt, dass Schweigen lauter sein kann als Geschrei
Und dass man auch allein stark wird – Stück für Stück, Zeile für Zeile
Hab gedacht, Vertrauen sei 'ne Tür, die man einfach auflässt
Heute schließ ich doppelt ab – und hör auf mein Bauchgefühl zuerst
Ich hab gelernt, dass Tränen nicht schwach sind, sondern klar
Sie waschen dir den Blick frei – und machen dich wahr
Ich hab gesehen, wie Masken fallen, wenn Geld im Spiel ist
Und wie schnell „Ich bin für dich da“ zu nem leeren Satz wird
Ich hab geliebt, mit allem, was ich hatte – bis zur Selbstaufgabe
Hab mich selbst dabei vergessen, wie'n Schatten ohne Farbe
Und trotzdem steh ich hier – mit Narben wie Tattoos
Und jedem Einzelnen sag ich: „Danke. Ich hab dazugelernt, du Hurensohn.“
Ich hab gelernt, nicht jedem Gedanken Glauben zu schenken
Denn manche kommen aus Angst – und wollen dich lenken
Ich hab gelernt, dass Wut dich schützen kann, wenn du sie steuerst
Aber sie frisst dich auf, wenn du sie nur innerlich feuerst
Ich hab Fehler gemacht, sie nicht unter’n Teppich gekehrt
Hab mich entschuldigt, wo’s nötig war – und sonst gelehrt
Denn wer nur redet, wenn er gewinnt, hat nie wirklich verloren
Ich red auch mit blutiger Zunge – bin halt echt geboren
Ich hab gelernt, dass Vergebung kein Freifahrtschein ist
Aber ‘n Schlüssel, wenn du selbst nicht im Hass versinken willst
Ich hab Menschen losgelassen, die ich nie verlieren wollte
Und festgestellt: Mein Herz ist stärker als ihre leeren Worte
Ich hab mich aufgebaut aus Dingen, die mich fast zerlegt haben
Hab Mauern eingerissen, die ich selbst gebaut hab in dunklen Phasen
Ich hab gelernt, dass Freiheit auch heißt, Grenzen zu setzen
Und dass „Nein“ zu anderen oft „Ja“ zu dir selbst bedeutet – ohne verletzen
Ich bin kein Held, kein Star, kein Licht in der Masse
Ich bin einfach jemand, der gelernt hat: Leben ist krass, ja – aber ich auch, verdammte Scheiße.
Und wenn ich fall, dann fall ich nicht tief – sondern klug
Weil ich weiß, wie man aufsteht – mit Stil und genug Wut im Blut
Ich hab gelernt, dass Stolz nicht laut ist – sondern still
Und dass echte Stärke nicht haut – sondern bleibt, wenn es will
Ich bin nicht perfekt – ich bin echt
Und das reicht.
Für mich. Für jetzt.
Für alles, was kommt.
[Outro]