[Strophe 1]
Du sangst einst Lieder voller Morgen,
voll Hoffnung, Glanz und stiller Kraft.
Sie heilten Wunden, linderten Sorgen,
wie eine Stimme, die es schafft.
Doch nun ist jedes Wort ein Schleier,
der schwer auf kalten Schultern liegt.
Dein Ton, einst Glut – jetzt nur noch Feuer,
das brennt, doch keinen wärmt, nur wiegt.
[Refrain]
Kein Licht in deinen Liedern,
nur Schatten, die sich dehnen.
Du singst für stumme Brüder,
die längst nicht mehr verstehen.
Die Töne, die einst flogen,
sind Asche in der Luft.
Was einst so hell gezogen –
ist jetzt ein leiser Duft.
[Strophe 2]
Du trägst die Zeit in deinen Händen,
wie Sand, der dir durch Finger rinnt.
Kein Lied vermag das Leid zu wenden,
das in der Stimme seinen Sinn find’t.
Die Saiten alt, die Melodie
schleicht wie ein Tier durchs leere Haus.
Und wer dir lauscht, der fragt sich nie –
ob er je wieder findet raus.
[Refrain]
Kein Licht in deinen Liedern,
nur Kälte, die noch klingt.
Kein Trost in deinen Brüdern,
wenn keiner mehr dich singt.
Du hast dein Herz verloren
am Klang, der nicht vergeht.
Jetzt ziehst du ohne Spuren –
wo keiner mit dir geht.
[Bridge - leise, fast sprechend]
Vielleicht war’s nie für uns bestimmt,
dass Lieder ewig leuchten.
Vielleicht vergeht, was man besingt –
in sich, in uns, in Seuchen.
[Letzter Refrain - getragen, langsamer]
Kein Licht in deinen Liedern,
nur Echo ohne Grund.
Und selbst in deinen Liedern
verliert sich jeder Mund.
Ein Klang, der nichts mehr wecket,
ein Schluss, der nie begann –
Du bist, was uns erschrecket –
ein Lied, das enden kann.