[Strophe 1]
Ich wach auf in einem Zimmer, leer und viel zu hell,
die Gedanken kreisen still – ein endloser Karussell.
Mein Kopf wie ein Gefängnis, voll mit altem Lärm,
und mein Herz schlägt stur vor sich hin, doch ich fühl es nicht mehr.
(Mmh…)
Ich greif zur kleinen Hoffnung, verschrieben und legal,
ein Mittel gegen Nebel, doch nie gegen die Qual.
Sie macht mich etwas leichter, für ein paar Atemzüge,
doch sobald sie nachlässt, kommt die Schwere wie 'ne Lüge.
[Refrain]
Happy Pills – nenn sie Hilfe, nenn sie Pflicht,
sie geben mir ein Lächeln, doch mein echtes zeigen sie nicht.
Ich flieg kurz weg, doch lande nie weich,
jede Wirkung wie ein Tropfen in ein viel zu tiefes Teich.
Happy Pills – mein täglicher Trick,
sie halten mich am Laufen, doch ziehen mich zurück.
Ich fühl mich normal, nur für Minuten,
doch drunter lebt der Schmerz – in stillen Sekunden.
[Strophe 2]
Man nennt es Therapie, doch manchmal fühlt es sich falsch,
nicht Heilung, sondern Pause von mir selbst – ganz schal.
Jede Dosis ein Versuch, heut nicht zu zerbrechen,
doch was bleibt, wenn Tabletten die Gedanken nur verstecken?
Ich will leben, laut sein, mit echtem Gefühl,
doch mein Innerstes bleibt stumm – egal, wie sehr ich’s will.
Diese Kapseln machen ruhig, aber nie gesund,
sie dämmen nur die Stimmen, doch sie bleiben im Grund.
[Refrain]
Happy Pills – nenn sie Anker oder Last,
sie halten mich zusammen, doch ohne echte Kraft.
Ich steig kurz auf, doch stürz dann tief,
jeder Tag ein Kompromiss, der mich langsam betrübt.
Happy Pills – mein geheimer Pakt,
sie geben mir Halt, doch stehlen mir Takt.
Ich fühl mich da, doch nicht ganz hier –
und das, was fehlt, ist mehr als nur ein Wir.
[Strophe 3]
Ich schau in mein Gesicht, seh fremde Haut auf mir,
mein Blick wie aus Glas, mein Lächeln wie ein Zier.
Sie fragen, wie’s mir geht – ich sag, es geht schon,
doch mein Schweigen erzählt mehr als jede Version.
Ich schreib Gedanken auf Rezepte, zwischen Zeilen aus Leid,
jede Tablette ein Gedicht, das um Wahrheit schreit.
Doch der Effekt verfliegt, wie der Rauch in der Nacht –
und zurück bleibt ein Ich, das kaum noch erwacht.
[Refrain – variiert]
Happy Pills – die chemische Ruh,
sie blenden das Chaos, doch heilen nie zu.
Ich flieg durch Momente, wie auf Watte gebaut,
doch der Aufprall danach ist bitter und laut.
Happy Pills – wie Masken im Licht,
sie zeigen ein Lächeln, doch mein echtes nicht.
Ich fühl mich okay – doch nie ganz dabei,
und jeder neue Tag zieht spurlos vorbei.
[Strophe 4]
Ich trag Wunden tief im Innern, keiner sieht, wie sie bluten,
doch ich fühl sie bei jedem Lächeln, bei jedem guten Minuten.
"Du musst stark sein", sagen sie, "das geht vorbei" – doch was, wenn in mir drin die Zeit einfach stehenbleibt? Diese Happy Pills – sie sind kein Zauber, kein Licht, nur ein Werkzeug, das den Schmerz kurz verspricht. Doch am Ende bin ich’s selbst, der kämpft mit der Nacht, und ich frag mich: Ist das noch Leben – oder bloß gut verpackt?