Strophe 1
Erste Klasse, kleiner Rucksack, viel zu schwer für meine Schultern
Kinder lachen, Worte schneiden tiefer als sie sollten
Ich lernte früh, wie Stille klingt, wenn keiner zu dir steht
Wenn ein Raum voll Menschen ist und trotzdem niemand dich versteht
Zu Hause war kein Hafen, nur ein kalter Flur aus Blicken
Meine Schwester war die Sonne, ich der Schatten hinterm Rücken
Ich hab gelernt zu funktionieren, hab gelernt mich klein zu machen
Hab gelächelt, während innen tausend Stimmen leise krachen
Pre-Chorus
Und ich fragte mich so oft in der Nacht
Warum Liebe für mich anders gedacht
Refrain
Ich trag Narben, die keiner sieht
Ein Herz, das zu laut in der Stille schlägt
Hab so oft geglaubt, ich wär zu viel
Oder einfach falsch zusammengesetzt
Rudi, Silas – ihr wart mein Licht
Wenn meine Welt im Dunkeln lag
Seit ihr weg seid, frag ich mich
Wer mich jetzt noch auffängt, wenn ich fall
Strophe 2
Ich hab Liebe gesucht in Armen, die nur Wunden kannten
Toxische Versprechen in zu schönen leeren Sätzen
Ich gab alles, nur um wieder zu zerbrechen
Als wäre mein Herz ein Ort, an dem Menschen nur kurz wohnen
Jetzt steh ich vor Beziehungen wie vor einem offenen Meer
Ich will springen, doch ich weiß, wie tief der Abgrund wär
Denn jedes Mal, wenn ich vertraut hab, kam die Nacht zurück
Und nahm ein weiteres Stück
Refrain
Ich trag Narben, die keiner sieht
Ein Herz, das zu laut in der Stille schlägt
Hab so oft geglaubt, ich wär zu viel
Oder einfach falsch zusammengesetzt
Rudi, Silas – ihr wart mein Licht
Wenn meine Welt im Dunkeln lag
Seit ihr weg seid, frag ich mich
Wer mich jetzt noch auffängt, wenn ich fall
Bridge
Doch irgendwo unter all dem Grau
Schlägt noch ein Herz, das leben will
Vielleicht sind meine Narben nur
Der Beweis, dass ich noch fühl
Letzter Refrain (ruhiger)
Ich trag Narben, die keiner sieht
Doch sie erzählen, dass ich noch hier bin
Und vielleicht ist Heilung nur
Ein kleiner Schritt im Gegenwind
Und wenn ihr mich hören könnt
Wo auch immer ihr jetzt seid
Dann wisst ihr: Euer Licht
Trag ich für immer durch die Zeit