[Male Vocal]
Weißt du, woran ich jeden verdammten Tag hier denk?
Vor’m Spiegel steh’n und mir nicht selbst ins Gesicht spuck’n, Man.
Du kennst das, ich kenn das, wenn der Kopf dich zerfrisst,
Gestern noch Fehler gemacht, heute trägst du sie mit.
Farben von gestern auf Schultern wie Beton,
Pseudo-Brüder reden real, doch sind längst schon davon.
Hab so viele gesehen, die Moral nur spiel’n,
Heute scheiß ich auf euch alle, ohne Reue, ohne Ziel.
Fick diese Lappen, die sich über Geld definier’n,
Kein Rückgrat, keine Ehre, nur noch Gier im Gehirn.
Heute bleib ich bei denen, die geblieben sind,
Die an mich glaubten, auch als ich verloren war im Wind.
Ich hab Menschen verletzt, die mich ehrlich geliebt,
Das Leben vergisst nicht, Bruder, es zieht Bilanz, es vergibt nicht.
Schweres Kapitel, Narben tief in der Brust,
Doch genau aus dem Schmerz kam der Hunger, die Wut.
[Hook – melancholisch]
Lieber Gott, siehst du, wie wir hier unten leben?
Zwischen Dreck und Hoffnung, zwischen Nehmen und Geben.
Du kannst alles haben und trotzdem nichts sein,
Reich auf dem Konto, doch die Seele bleibt klein.
[Part]
Sag mir, Bruder, was willst du wirklich hör’n?
Die Wahrheit tut weh, sie kommt nicht zum Tröst’n.
Meine Worte sind roh, kein Glanz, kein Schein,
Doch sie zeigen ’nen Weg raus aus dem Dreck, aus dem Stein.
Ich kotz das hier raus, damit die Brust wieder atmet,
Denn du kannst alles besitzen und trotzdem bankrott sein im Herzen.
Ich mit Zettel und Stift, du bei Mama am Tisch,
Erzählst ihr die nächste Lüge, dass du raus bist aus dem Film.
Mach dein Geld, Bruder, ja, ich verurteil das nicht,
Doch behalt deine Würde, klaren Kopf, sauberes Gesicht.
Du presst das Leben aus wie ’ne Zitrone im Zorn,
Doch irgendwer wartet schon, dir die Kraft wieder zu hol’n.
Ich will nicht sein wie ihr, ich bleib echt, ich bleib roh,
Auch wenn das Leben nur Schläge verteilt ohne Schon’.
Zu viel Schmerz in der Stadt, zu viel Lügen im Blick,
Doch ich geh meinen Weg — Schritt für Schritt, ohne Kn