[Verse]
Leere Straßen flüstern, wo die Mauer stand,
kalter Wind pustet durch das graue Land.
Rostock, Sachsen, Hände rau vom Beton,
Erinn’rung schwer, wie 'n alter Betonblocksong.
[Chorus]
Ich vermisse die Mauer, mein Schutz und mein Gefängnis,
Lebenslinien fest, doch jetzt zertrennt es.
Heimat in den Steinen, die Zeit hat sie geklaut,
Schutz und Schatten, doch was hat’s erbaut?
[Verse 2]
Damals war es hart, doch es war auch klar,
Wussten, wo wir stehen, kein verrücktes Jahr.
Hinterm Draht der Himmel, Freiheit ein Meer,
Doch die harte Straße hielt uns doch so sehr.
[Bridge]
Jetzt seh' ich nur Gehen, gern zurück zum Anfang,
Die Mauer ist weg, doch der Schmerz bleibt lang.
Graffiti an den Wänden, nicht mehr wie es war,
Doch im Herzen trag ich Heimat, immer da.
[Chorus]
Ich vermisse die Mauer, mein Schutz und mein Gefängnis,
Lebenslinien fest, doch jetzt zertrennt es.
Heimat in den Steinen, die Zeit hat sie geklaut,
Schutz und Schatten, doch was hat’s erbaut?
[Verse 3]
Sandmännchen-Stimme aus 'nem alten Fernseher,
Ostblock-Liebe unsichtbar, schwer wie Blei schwer.
Rationierte Träume, kein Glitzergespann,
Doch unter unsrer Mauer wuchs ’n fester Lebensplan.