Strophe 1]
Sie reden wieder laut von Pflicht,
von Vaterland und einer „Ehrenpflicht“.
Sie sagen: „Kommt, ihr müsst jetzt ran,“
doch keiner fragt, was Angst so machen kann.
Mit feuchten Augen in den Talkshows steh’n,
und so tun, als wär’s für uns kein Problem.
Doch wer entscheidet über unser Leben?
Und wer muss dafür am Ende zittern und beben?
[Refrain]
Wir sind zu jung für euren Krieg,
zu wach, um blind an die Front zu geh’n.
Zu jung, um in alten Geschichten zu sterben –
wir wollen leben, nicht euch dienen.
Wir sind zu jung für euer Pathos,
für Heldenlieder aus ’nem kalten Chor.
Zu jung, um in Grabsteine zu passen –
wir schreien „Nie, nie wieder!“ im Chor.
[Strophe 2]
Auf Plakaten lächeln sie uns an,
„Für die Freiheit“, doch wir wissen: Mann,
ihr verkauft uns Träume, die ihr selbst nie tragt,
und schickt uns los, wenn ihr euch nicht mehr fragt.
Wir sollen zahlen, was ihr verbockt,
ihr habt die Welt verbrannt und dann verriegelt und blockt.
Wir wollen Frieden, nicht marschieren –
warum müsst ihr uns dafür kriminalisieren?
[Refrain]
Wir sind zu jung für euren Krieg,
zu wach, um blind an die Front zu geh’n.
Zu jung, um in alten Geschichten zu sterben –
wir wollen leben, nicht euch dienen.
Wir sind zu jung für euer Pathos,
für Heldenlieder aus ’nem kalten Chor.
Zu jung, um in Grabsteine zu passen –
wir schreien „Nie, nie wieder!“ im Chor.
[Bridge – gesprochen, angepisst]
Ihr habt uns beigebracht:
„Freiheit heißt Fragen stellen.“
Jetzt wollt ihr uns zwingen,
für Antworten zu fallen?
Wir schulden euch gar nichts.
Gar nichts.
[Refrain – double, lauter, aggressiver]
Wir sind zu jung für euren Krieg,
zu frei, um für Lügen zu sterben.
Zu jung für Befehle aus kalten Büros,
die unser Leben bewerten.
Wir sind zu jung für alte Parolen,
zu laut, um still zu geh’n.
Zu jung, um Blut zu bezahlen –
wir wollen eine Zukunft seh’n.
(Schlusszeile, geschrien)
Wir sind zu jung – für euren Krieg!