[Intro – geflüstert]
Mutter... hörst du den Wind? Er trägt meinen Namen... Wie damals... am ersten Feuer...
[Trommeln beginnen langsam]
[Strophe 1]
Du lehrtest mich den Ruf des Raben, den Tanz der Birke im Morgenlicht. Jeder Stein trug Ahnengeheimnisse, jeder Fluss sprach sein Gesicht.
Mit bloßen Füßen auf kalter Erde, den Blick erhoben zum Sternenzelt. Du sagtest: „Kind, wir sind nur Funken im großen Atem dieser Welt."
[Refrain]
Mutter... ich bin die Tochter deiner Flammen. Das Feuer brennt noch tief in mir. Ich trag die Lieder unserer Ahnen, sie führen jeden Schritt von hier.
Die Trommeln rufen meinen Namen, der Wolf begleitet meine Spur. Solang die Wälder weiter atmen, lebt unser Herz in der Natur.
[Strophe 2]
Wir ehrten Sonne, Mond und Regen, die Eiche war unser heil'ger Dom. Der Hirsch war Bruder unserer Seele, der Adler trug den Himmelsstrom.
Kein Gold war größer als die Quellen, kein König stand über dem Wald. Die Wurzeln hielten unser Wissen, uralt... und doch niemals alt.
[Trommelsolo]
Heya... heya... Ho... heya... Ho... heya...
[Strophe 3]
Einst gehst auch du zurück zur Erde, wo jedes Blatt dich wieder kennt. Ich werde deine Worte hüten, bis auch mein letztes Feuer brennt.
Dann sitzen wir an großen Flammen, wenn Sternenstaub den Himmel küsst. Dort reichst du schweigend mir die Hände, als wär kein Abschied je gewesen.
[Finaler Refrain]
Mutter... ich bin die Tochter deiner Flammen. Kein Winter löscht, was einst begann. Die Trommeln schlagen unser Erbe, solang ein Herz erinnern kann.
Ich werde deine Kraft bewahren, in jedem Baum, in jedem Tier. Denn Mutter Erde trägt uns beide... und eines Tages... findest du mich wieder... hier.
[Outro – nur Trommeln und Wind]
Der Rauch steigt auf... Die Erde schweigt... Die Ahnen lächeln... Und das Feuer... erinnert sich.