[Intro]
„Wie geht's dir?“
„Gut.“
Zwei Buchstaben,
hinter denen manchmal eine ganze Welt zerbricht.
[Strophe 1]
Ich steh morgens auf, obwohl ich liegen bleiben will,
zieh mich an, geh raus und irgendwie funktionier ich.
Sag „Alles entspannt“, wenn mich irgendwer fragt,
weil keiner wirklich hört, was man nachts mit sich trägt.
Hab gelernt, wie man lächelt, obwohl etwas zerbricht,
wie man unter Menschen steht und trotzdem keinen sieht.
Wie man Witze macht, während der Kopf wieder schreit,
und sagt: „Bin nur müde“, denn das spart meistens Zeit.
Manchmal fahr ich weiter, obwohl ich längst zuhause bin,
nur für ein paar Minuten Ruhe vor mir selbst und allem drin.
Musik viel zu laut, damit ich mich selber nicht hör,
denn manche Gedanken werden leiser, wenn der Bass sie zerstört.
[Pre-Refrain]
Vielleicht muss ich heute gar nichts beweisen,
vielleicht darf ich einfach nur sein.
Vielleicht heißt stark sein nicht, niemals zu fallen,
sondern aufzustehen und zu sagen: „Noch einmal.“
[Refrain]
Keiner sieht, wie schwer ein Schritt sein kann,
wenn in dir drin alles stehen bleibt.
Keiner hört die tausend leisen Kämpfe,
wenn du sagst: „Mir geht's soweit.“
Doch wenn du heute noch hier stehst,
obwohl du gestern nicht mehr konntest,
dann hast du mehr geschafft,
als du dir selber glaubst.
Du musst nicht immer gewinnen,
musst nicht alles versteh'n.
Manchmal ist der größte Sieg im Leben,
einfach trotzdem weiterzugeh'n.
[Strophe 2]
Wir vergleichen unser Leben mit Sekunden auf 'nem Screen,
sehen Menschen immer lachen, doch nie, wenn sie am Boden liegen.
Jeder scheint sein Ziel zu kennen, jeder weiß genau wohin,
und ich frag mich viel zu oft: „Was stimmt eigentlich nicht mit mir?“
Doch vielleicht sind wir alle nur verdammt gut im Verstecken,
tragen Zweifel in uns rum, die andere niemals entdecken.
Vielleicht sitzt irgendwo jemand gerade genauso da wie ich,
denkt, er wär mit allem alleine – dabei ist er es nicht.
Ich hab Menschen gehen sehen, hab mich selber fast verlor'n,
hab aus „Das schaff ich niemals“ irgendwann ein Morgen geformt.
Nicht weil plötzlich alles gut war oder weil der Schmerz verschwand,
sondern weil ich irgendwann begriff: Auch langsam ist voran.
[Bridge]
Vielleicht bist du nicht zu spät.
Vielleicht brauchst du einfach länger.
Vielleicht bist du nicht verloren.
Vielleicht kennst du nur den Weg noch nicht.
Du musst heute nicht wissen,
wo du irgendwann ankommst.
Nur geh.
[Letzter Refrain]
Keiner sieht, wie schwer ein Schritt sein kann,
wenn in dir drin alles stehen bleibt.
Keiner hört die tausend leisen Kämpfe,
wenn du sagst: „Mir geht's soweit.“
Doch wenn du heute noch hier bist
und diese Zeilen gerade hörst,
gibt es noch Geschichten,
die du morgen erst erfährst.
Du musst nicht immer gewinnen,
musst nicht alles versteh'n.
Manchmal ist der größte Sieg im Leben,
einfach trotzdem weiterzugeh'n.
[Outro]
Und wenn dich morgen jemand fragt:
„Wie geht's dir?“
Vielleicht sagst du nicht „gut“.
Vielleicht sagst du einfach:
„Ich versuch's.“