Strophe 1:
In dunkler Zeit, vor einem Krieg,
Ein Brief, der durch die Stille fliegt.
Einstein schrieb, die Warnung klar:
„Ein Feuer naht, so sonderbar.“
Szilard sah, was bald geschieht,
Wenn Wissenschaft zur Waffe zieht.
Ein Ruf an Roosevelt – aus Angst,
Dass Hitlers Macht den Himmel bangt.
Refrain:
Oh, sie bauten die Sonne aus Stahl,
In der Wüste, kalt und kahl.
Sie schufen ein Licht, das alles verbrennt –
Und die Welt sich selber neu erkennt.
Oh, im Schatten der Sonne,
Da steht der Mensch allein.
Strophe 2:
Los Alamos, ein stummer Ort,
Oppenheimer führt das Wort.
Fermi zündet, was keiner kennt,
Ein Feuer, das die Zeit verbrennt.
Der erste Blitz, der Boden bebt,
„Nun bin ich Tod“, hat er gestrebt.
Ein Gott gleich Wort, das leise fällt,
In einer schweigenden, stummen Welt.
Refrain:
Oh, sie bauten die Sonne aus Stahl,
In der Wüste, kalt und kahl.
Sie schufen ein Licht, das alles verbrennt –
Und die Welt sich selber neu erkennt.
Oh, im Schatten der Sonne,
Da steht der Mensch allein.
Bridge:
Hiroshima, der Morgen bricht,
Ein Pilz erhebt sich ins Gesicht.
Nagasaki folgt im Leid,
Und tausend Stimmen schreien weit.
Strophe 3:
Der Krieg verstummt, doch nicht das Leid,
Die Schuld vergeht nicht mit der Zeit.
Der Mensch erkennt, was er entfacht,
Ein Zeitalter aus dunkler Macht.
Letzter Refrain:
Oh, wir bauten die Sonne aus Stahl,
Doch was blieb, war nur Qual.
Ein leuchtendes Mahnmal, am Horizont –
Dass Macht allein uns nicht belohnt.
Im Schatten der Sonne
beginnt vielleicht Verstand...
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