Intro
Ja…
Manche Wege sieht man nicht…
Man lebt sie…
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Refrain (melodisch)
Ich war immer anders, schon als Kind allein,
Zwischen tausend Gesichtern, keins sah aus wie meins.
Heute steh ich hier, auch wenn man mich nicht kennt,
Ich bleib echt, auch wenn man mich nicht anerkennt.
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Part 1
1997 geboren, fremd im eigenen Land,
Einziger Ausländer im Kindergarten.
Zeigefinger, Lachen, Blicke voller Hass,
Schon als Kind gelernt: Du passt hier nicht krass.
Ausländer in der Schule, jeden Tag ein Beweis,
Dass dein Aussehen entscheidet, ob man dich mag oder meidet.
Sie lachten über Namen, Haut und Gesicht,
Ich wollt nur dazugehören, mehr wollt ich nicht.
Heute hab ich den deutschen Pass in der Hand,
Doch die Blicke sind gleich, sie erkennen mich nicht an.
ORVÉL als zweite Haut, doch was bringt mir der Schein,
Wenn sie dich nie akzeptieren, egal was du erreichst?
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Refrain
Ich war immer anders, schon als Kind allein,
Zwischen tausend Gesichtern, keins sah aus wie meins.
Heute steh ich hier, auch wenn man mich nicht kennt,
Ich bleib echt, auch wenn man mich nicht anerkennt.
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Part 2
2015 Unternehmen gegründet, voller Mut,
Doch mein Vater zog mich tiefer rein, Schulden im Blut.
Statt Rückhalt nur Druck, statt Hilfe nur Last,
Hab gelernt, wie schnell Familie zerbricht, wenn du fällst.
2016 neue Frau an seiner Seite,
Meine Mutter, meine Geschwister – keiner, der uns leitete.
Ich war 19, doch musste Vater sein,
Während ich selbst noch ein verlorenes Kind war daheim.
Rechnungen, Sorgen, Verantwortung pur,
Kein Platz für Tränen, kein Platz für „Ich kann nicht mehr“.
ORVÉL in der Hand, doch mein Herz voller Angst,
Denn Erwachsen sein kam schneller, als ich es je geplant hab.
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Refrain
Ich war immer anders, schon als Kind allein,
Zwischen tausend Gesichtern, keins sah aus wie meins.
Heute steh ich hier, auch wenn man mich nicht kennt,
Ich bleib echt, auch wenn man mich nicht anerkennt.
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Part 3
2020 wieder Hoffnung, wieder Traum aufgebaut,
Noch ein Unternehmen, wieder fest daran geglaubt.
Doch es ging bergab, wieder Schulden, wieder Stress,
Wieder Nächte ohne Schlaf, wieder Angst, die dich zerfrisst.
Doch diesmal war ich nicht mehr ganz allein,
Denn ich hab mir selbst was aufgebaut, was bleibt.
Heute hab ich ’ne Familie, mein größter Gewinn,
Meine Frau, die hinter mir steht, egal wohin.
Ich liebe und sterbe für meine Kinder jeden Tag,
Sie geben mir Kraft, wenn ich selbst nicht mehr kann.
ORVÉL an mir, doch mein wahrer Besitz
Ist das Lachen zu Hause, das mich nie vergisst.
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Refrain (letztes Mal)
Ich war immer anders, schon als Kind allein,
Doch genau das macht mich heute stark und frei.
Wenn mich keiner anerkennt, ist mir das egal,
Denn ich weiß, wer ich bin — und das reicht jedes Mal.
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Outro
Für die, die zu früh erwachsen wurden.
Für die, die trotzdem lieben konnten.
Ich bin noch da.