Yo Dennis…
das hier ist kein Abschiedsbrief, das ist mein Herz auf Beat,
vier Minuten Wahrheit, bevor ich wirklich geh.
Du weißt, ich bin keiner für große Reden,
aber manchmal muss man die Stille brechen.
Drei Wochen lang war dein Sofa mein Hafen,
dein Kühlschrank mein Tresor, dein Lachen mein Anker.
Ich kam als Wrack, du hast mich nicht gefragt warum,
hast einfach die Tür aufgemacht und gesagt: „Komm rein, Bruder, hier ist genug Raum.“
Wir saßen bis morgens um vier am Tisch,
letzte Kartoffeln, Remoulade dick,
zwei Löffel, ein Teller, und die Welt war für ’n Moment okay.
Haben das letzte Papierchen geteilt wie zwei Kinder im Versteckspiel,
kein „meins“, kein „deins“ – nur wir, und das war echt viel.
Ja, das mit dem Handtuch…
ich lach heute noch, wenn ich dran denk.
Klopapier leer, ich im Bad wie im Kriegsgebiet,
hab dein schönes weißes genommen – sorry, war Notstand, Bruder, echt.
Hab’s danach dreimal gewaschen, mit Weichspüler und schlechtem Gewissen,
wenn du’s noch riechst, das ist der Duft von Reue und Vanille.
Aber das alles ist Kleinigkeit,
wenn ich an dich denk, seh ich nur das Große:
dass du mir in meiner dunkelsten Phase Licht warst,
ohne je zu fragen, was ich verbockt hab.
Du hast einfach gemacht, was Freunde tun –
bist geblieben, als andere schon lange weg waren.
Dennis, du bist selten.
Von den Menschen, die man nie vergisst,
die man irgendwann seinen Kindern erzählt:
„Es gab mal einen, der hat mir gezeigt, was Solidarität heißt.“
Ich weiß nicht, was morgen bringt,
ob wir uns nächste Woche wiedersehen
oder ob das Leben uns auseinanderzieht wie zwei Schiffe im Nebel.
Aber eins nehm ich mit, wohin ich auch geh:
dein Name steht in meinem Herzen in Großbuchstaben.
Pass auf dich auf, du verrückter, großer Kerl.
Bleib laut, bleib ehrlich, bleib genau so wie du bist.
Und wenn mal alles scheiße läuft –
du weißt, wo meine Tür ist. Immer.
Danke für alles.
Das war die schönste Zeit meines Chaos-Jahres.
Ich drück dich (auch wenn’s nur durch den Beat geht).