Kein Licht auf dem Weg, nur der Mond über mir
hab gelernt, wie man läuft, wenn man niemanden sieht
Alle reden von Glück, von Chance, von Zeit
doch ich hab mir alles aus Dunkelheit gebaut, allein
Kein Anruf, kein Halt, kein Netz
nur der Kopf, der mich jede Nacht hetzt
Wenn ich fall, steh ich selber wieder auf
hab nichts geerbt außer Hunger im Bauch
Sie sagten „wart ab“, ich sagte „nein“
hab keine Geduld für ein halbes Sein
Jeder Schritt tut weh, doch er zählt
weil er mich weiter von gestern entfernt
Kein Licht
nur Schatten an der Wand
Kein Licht
doch ich halt mich dran
Wenn alles dunkel wird
bleib ich steh’n
hab gelernt, auch ohne Licht zu seh’n
Kein Applaus, kein Gesicht in der Crowd
nur Beton, der mir zuhört, wenn ich laut
Ich red mit mir selbst, weil es sonst keiner tut
und bau mir aus Zweifeln neuen Mut
Jede Nacht ein Test
ob ich bleib oder geh
doch ich bleib, auch wenn keiner mich sieht
auch wenn keiner versteht
Kein Licht
doch der Weg ist real
Kein Licht
doch mein Ziel ist klar
Ich bin nicht hier, um zu wart’n
ich bin hier, um zu geh’n
Und wenn morgen jemand fragt
wie ich hierher kam
sag ich: durch die Dunkelheit
ohne Licht
ohne Plan.