„Bleierne Straße“
Strophe 1
Ich fuhr durch bleierne Straßen, Stahl im Blick, die Welt so kalt,
Hab gelernt, wie man befiehlt, hab geträumt von Macht und Halt.
Die Uniform, sie war mein Schild, die Nächte kurz, das Herz versteinert,
Ich tauschte Lächeln gegen Schweigen, jeden Morgen kalt geweint.
Refrain
Und jetzt hör ich Stimmen in der Nacht,
Gesichter, die ich nie bedacht.
Ich trag die Schatten, schwer wie Blei —
Wer war ich einst, wer bin ich heut?
Kein Held im Spiegel, nur ein Mann,
Der seine Hände nicht mehr waschen kann.
Strophe 2
Man hat uns Unterricht gegeben, wie man Angst in Reihen trägt,
Wie man Namen abstreift und Leid in Akten legt.
Ich folgte wie ein Blinder, dachte, Pflicht ist mein Geleit,
Doch Pflicht hat einen Preis gezahlt — und der heißt Einsamkeit.
Refrain
Und jetzt hör ich Stimmen in der Nacht,
Gesichter, die ich nie bedacht.
Ich trag die Schatten, schwer wie Blei —
Wer war ich einst, wer bin ich heut?
Kein Held im Spiegel, nur ein Mann,
Der seine Hände nicht mehr waschen kann.
Bridge
Vielleicht ist Reue nur ein Wort — ein Flüstern ohne Klang,
Doch besser dieses Zittern als der Stille kalter Drang.
Ich such kein Alibi, kein falsches, leeres Recht,
Ich such nur einen Weg zurück, so schwer, so schlecht, so echt.
Strophe 3
Wenn das Morgenrot erwacht, steh ich vor Türen, die ich schloss,
Frag die Welt, ob Buße zählt, ob man Frieden neu erprobt.
Ich zahl mit Nächten, zahle Zeit, und atme tiefer, langsam, schwer,
Denn das Leben ruft: fang an zu leben — nicht zu töten, nicht mehr.
Refrain (weich, eindringlich)
Und jetzt hör ich Stimmen in der Nacht,
Gesichter, die ich nie bedacht.
Ich trag die Schatten, schwer wie Blei —
Wer war ich einst, wer bin ich heut?
Kein Held im Spiegel, nur ein Mann,
Der seine Hände nicht mehr waschen kann.
Outro (leise)
Die Ketten sind aus Stahl gewesen — doch in mir find ich den Mut,
Die bleierne Straße hinter mir — noch nicht frei, doch auf dem Gut.
Ein Schritt, ein Wort, ein kleines Licht — vielleicht wird aus dem Bruch
Ein Anfang, der nicht töten will, ein Mensch auf neuem Pfad, genug.
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