Hänsel und Gretel leben arm, kaum genug zu essen, die Mutter verzweifelt, der Vater schwach. In einer kalten Nacht beschließt sie, die Kinder im Wald zurückzulassen, um selbst zu überleben. Hänsel hört den Plan, sammelt Kieselsteine und legt sie als Spur. Am Morgen führt der Vater sie fort, doch die Kinder finden durch das Mondlicht den Weg nach Hause. Beim zweiten Mal darf Hänsel keine Steine nehmen, nur Brotkrumen – doch die Vögel fressen sie. Verloren stehen sie im dunklen Wald, bis sie ein Haus aus Lebkuchen und Zucker sehen. Hunger treibt sie hin, Hoffnung schlägt höher. Doch die alte Frau, die freundlich wirkt, ist eine Hexe, die Kinder frisst. Hänsel wird in einen Käfig gesperrt, Gretel muss schuften, Holz holen, aufräumen und kocht mit Angst im Herzen. Jeden Tag prüft die Hexe, ob Hänsel fett genug ist, doch er streckt ihr ein Stöckchen hin – sie sieht schlecht, glaubt, er sei noch mager.
Refrain:
Im Wald verloren, ohne Brot und Licht,
Die Dunkelheit verschlingt das licht.
Doch klug und mutig, immer wieder,
Brennen wir die Hexe nieder,
Gemeinsam sind wir frei, kein Schatten hält uns klein,
mit Feuer und Asche, möge sie verschwunden sein.
Doch klug und mutig, immer wieder,
Brennen wir die Hexe nieder.
Eines Morgens wird die Hexe ungeduldig, will das Feuer anmachen. Sie befiehlt Gretel, in den Ofen zu schauen. Gretel tut so, als ob sie nicht versteht, und als die Hexe sich selbst hineinbeugt, stößt sie sie hinein. Das Feuer lodert, die Hexe schreit, dann ist es still. Hänsel und Gretel nehmen Gold und Edelsteine, verlassen das Haus und finden den Weg zurück. Als sie heimkehren, fällt der Vater ihnen weinend in die Arme – die Mutter ist gestorben. Mit dem Schatz sind sie frei von Hunger und Angst, die Kindheit im Wald bleibt eine Narbe, aber sie haben überlebt.
Und treffen wir in Wald eine neue, egal wie groß,
Dann sind wir kräftig, dann geht es los,
...klug und mutig, immer wieder,
Brennen wir die Hexe nieder.
Refrain:
Im Wald verloren, ohne Brot und Licht,
Die Dunkelheit verschlingt das licht.
Doch klug und mutig, immer wieder,
Brennen wir die Hexe nieder,
Gemeinsam sind wir frei, kein Schatten hält uns klein,
mit Feuer und Asche, möge sie verschwunden sein.