Strophe 1
Der Wind weht kalt vom grauen Meer,
Die Gischt sie peitscht, mein Herz ist leer.
Mein Schild hängt stumm an der Wand,
Mein Schwert rostet in meiner Hand.
Strophe 2
Die Schlacht ist lange nun vorbei,
Die Freunde liegen stumm dabei.
Kein Ruf zum Kampf, kein Hörnerklang,
Nur stilles Leid, den ganzen Tag lang.
Strophe 3
Die Sonne sinkt, ein blutroter Schein,
Erinnert mich, wo einst wir war'n, so kühn.
Jetzt sitz ich hier am leeren Herd,
Die Erinnerung, ein scharfes Schwert.
Strophe 4
Die Wellen flüstern ihren Schmerz,
So tief wie der in meinem Herz.
Kein Walhall winkt, kein Festgesang,
Nur Dunkelheit, so bitter und bang.
Strophe 5
Die Narben auf der Haut verheilen,
Doch die im Geist, die bleiben, quälen.
Ich seh' ihr Bild im Feuerschein,
Die Liebste fort, nie wieder mein.
Strophe 6
So trink ich Met, doch find kein Trost,
Die Seele schreit, ein müder Frost.
Einst fuhren wir zu fernem Strand,
Jetzt lieg ich hier in meinem Land.
Strophe 7
Vielleicht bringt einst der Tod den Frieden,
Wenn meine müden Augen lieden.
Bis dahin trag ich diese Last,
Ein einsamer Geist, verlassen, blass.