Ich sag „geht schon“, wenn man mich fragt,
mein Mund lügt schneller als mein Herz es mag.
Deine Tasse steht noch neben dem Bett,
ich bring’s nicht übers Herz, sie wegzustellen – noch nicht, jetzt.
Ich lauf Umwege, nur um nicht
an Orten zu sein, wo’s uns noch gibt.
Und ich tu so, als wär das okay,
aber ehrlich? Es tut immer noch weh.
Ich vermiss dich nicht laut,
nur leise, jeden Tag.
So zwischen zwei Liedern im Radio,
wenn keiner was merkt, keiner was fragt.
Ich vermiss dich nicht richtig,
nur immer ein bisschen zu sehr.
Und ich sag, ich komm klar ohne dich –
stimmt halt nur ungefähr.
Hab dein Lachen aus Versehen gehört
in jemandem, der gar nicht dir gehört.
Für ’ne Sekunde war alles wie früher,
und dann kam die Realität zurück, viel kühler.
Ich weiß, wir waren nicht perfekt,
haben zu oft geschwiegen, zu selten gecheckt,
dass Liebe kein Stolz-Wettbewerb ist
und Gewinnen manchmal Verlieren heißt.
Ich vermiss dich nicht laut,
nur leise, jeden Tag.
So beim Einschlafen, kurz vorm Wegdriften,
wenn ich wieder an uns denken mag.
Ich vermiss dich nicht richtig,
nur immer dann, wenn ich ehrlich bin.
Und ich wär gern schon weiter als hier –
aber ich bin, wo ich bin.
Vielleicht war’s Liebe, vielleicht Gewohnheit,
vielleicht beides, vielleicht nur die Einsamkeit.
Ich such nicht mehr nach Schuld oder Sinn,
ich wünsch mir nur, dass ich irgendwann okay damit bin.
Ich vermiss dich nicht laut,
ich lern grad, still zu sein.
Nicht jedes Ende braucht Drama,
manche tun einfach leise weh – allein.
Und vielleicht denk ich irgendwann
nicht mehr bei allem an dich.
Heute noch ja.
Aber hey – morgen vielleicht nicht.
Wenn du mich fragst, wie’s mir geht:
Geht schon.
Und diesmal…
mein ich’s fast.