Lurgenstein, der große Mann,
schuf Industrie mit Herz und Plan,
doch nicht genug – oh welch ein Clou,
er schenkte Leipzig Grün dazu.
Ein Garten, weit, mit Blütenpracht,
wo Sonntagsvolk einst selig lacht.
Ein Paradies aus seinem Sinn,
ein Ort, wo ich heut nicht mehr bin.
Und was blieb von deiner Hand?
Ein Straßenschild im Trümmerland!
Zwischen Beton, Müll, Dämmerlicht –
dein Erbe glänzt heut leider nicht.
Wo einst die Rosen blühten fein,
steht jetzt ein Parkhaus, schiefer Stein.
Die Lüftung röhrt, der Putz fällt ab,
das letzte Grün liegt längst im Grab.
Ein Taubenschwarm, ein Einkaufswagen,
verneigt sich kaum – will weiterjagen.
Lurgenstein, so hört man flüstern,
diese Straße ließ uns verwittern.
Und was blieb von deiner Hand?
Ein Straßenschild im Trümmerland!
Doch Leipzig dankt – auf seine Art:
Mit Pfützen, Lärm und Lieferstart.
So steh ich da, vorm grauen Bau,
denk an dein Werk und werd nicht schlau.
Ein Gärtnerherz, ein starker Geist –
der heut in grauer Ecke kreist.
Lurgenstein, du grüner Held,
willkommen in der Asphaltwelt.