Í upphafi var gap ginnunga,
kald ok myrkr, þar allt var þögn.
Strophe 1:
Vor aller Zeit, vor jedem Sein,
Lag endlos tief das dunkle Schweigen.
Kein Stern, kein Licht, kein Himmelsschein,
Nur Leere, die in sich verzeiht.
Kein Wind, kein Wort, kein Klang, kein Lauf,
Kein Tag, kein Traum, kein Weltenlauf.
Nur Ginnungagap – der Urschlund weit,
Wo Anfang ruht in Ewigkeit.
Refrain:
Im Ginnungagap, da schweigt das Licht,
Die Zeit verneigt ihr Angesicht.
Aus Frost und Glut wird Welt gebor’n,
Ein neuer Tag, ein neuer Zorn.
Im Ginnungagap, so tief, so stumm,
Beginnt das Lied von Allem – und verstummt.
Strophe 2:
Aus Niflheim’s Nebel, kalt und grau,
Zieht Frost herauf, so schneidend rau.
Von Muspells Glut, so wild entfacht,
Entbrennt das Leben aus der Nacht.
Der Riese Ymir, erstes Blut,
Entstand in Urzeit-Glut.
Die Götter sah’n – und nahmen Form,
Und riefen laut den Weltensturm.
Refrain:
Im Ginnungagap, da schweigt das Licht,
Die Zeit verneigt ihr Angesicht.
Aus Frost und Glut wird Welt gebor’n,
Ein neuer Tag, ein neuer Zorn.
Im Ginnungagap, so tief, so stumm,
Beginnt das Lied von Allem – und verstummt.
Bridge:
Kein Gott war je allein dort,
Denn Chaos trägt den Welten-Sinn.
Aus Leere wächst, was Leben heißt,
Doch jede Schöpfung trägt ihren Preis.
Letzter Refrain:
Im Ginnungagap, so kalt, so klar,
War einst das Nichts, das Alles war.
Und aus dem Nichts – ein Weltenbaum,
Ein goldner Traum, ein Göttertraum.
Im Ginnungagap – der Kreis beginnt,
Und endet dort, wo’s Licht zerrinnt.