Ein Vöglein kam geflogen,
Ein Liedchen hat’s gesungen.
Ich lauschte seiner Lied,
Bis Tränen mir entsprungen!
Das Vöglein ward erschrocken,
Das Vöglein schnell entflogen.
Allein blieb ich zurück,
In Stille, ganz gesunken!
Wo bist du, mein Glück?
Wohin bist du entschwunden?
Kommst du je zurück,
In meinen Lebensstunden?
Es war, es war das Glück,
es war der Vögel Sang!
Ach, welch ein Lied wir mit dem Liebsten sangen!
Das Glück, es flog davon,
Das Glück, es ist ein Vöglein,
Frei schwebt es in den Wind,
Lebt frei und ohne Zwang!
Es wählt ganz nach Belieben,
Wem es seine Lieder singt,
Wer lauschen darf dem Klang,
Und wem es warten bringt!
Es war, es war das Glück,
es war der Vögel Sang!
Ach, welch ein Lied wir mit dem Liebsten sangen!
Allein sing ich nun mein Lied,
Dass Leben wie ein Fluss,
Verändert sich geschwind,
Nichts bleibt, wie es war, muss!
Doch hoff ich, dass das Vöglein,
Das Glück in Liedern bringt,
Noch einmal zu mir fliegt,
Und mir sein Liedchen singt!
Es wird, es wird das Glück,
es wird der Vögel Klang!
Mit meinem Liebsten sing ich Lieder, wie einst der Sang!