[Strophe 1]
Ich wach auf und schmeck immer noch Metall
auf meiner Zunge, wie ’ne alte Münze im Fall
dein letzter Satz hängt im Raum wie Neonlicht
das flackert, bis der Sicherungskasten bricht
Ich hab die Splitter nie rausgezogen
dacht, irgendwann hört der Schmerz schon von alleine auf zu toben
aber Scherben wachsen nicht zusammen, wenn man sie nur anstarrt
sie schneiden tiefer, je länger man sie im Fleisch verwahrt
[Pre-Chorus]
Und ich atme ein
und ich atme Glassplitter
jeder Atemzug ’ne neue Klinge, die sich dreht
[Refrain]
Scherben in meinem Herzen, ja
sie bluten immer noch, wenn’s dunkel wird
jeder Herzschlag drückt sie tiefer rein
Scherben in meinem Herzen – und du bist der Grund, warum sie glitzern
[Strophe 2]
Ich hab versucht, dich mit Beton zuzuschütten
mit lauter Musik, mit Fremden im Bett, mit Kippen
aber nachts, wenn alles leise wird im Schädel
hör ich sie klirren, wie Windspiel aus kaputtem Kristall
Du hast gesagt „Das wächst wieder zu“
doch manche Wunden kennen nur eine Richtung – durch
und ich bin immer noch hier, knie tief in den Trümmern
und such nach deinem Namen zwischen den Scherben
[Refrain]
Scherben in meinem Herzen, ja
sie bluten immer noch, wenn’s dunkel wird
jeder Herzschlag drückt sie tiefer rein
Scherben in meinem Herzen – und du bist immer noch der schönste Schmerz, den ich je geseh’n
[Bridge]
Manchmal wünsch ich mir, ich könnt sie rausschneiden
mit kaltem Stahl, mit kaltem Wein, mit kaltem Schweigen
aber dann wär da gar nichts mehr
nur ’ne leere Kammer, wo früher Liebe war
[letzter Refrain – leiser, zerbrechlicher]
Scherben in meinem Herzen…
immer noch scharf, immer noch dein
vielleicht lernt man irgendwann
mit Scherben zu atmen, statt zu schrei’n
[Outro / geflüstert]
Scherben…
in meinem Herzen…
und irgendwie…
lebe ich trotzdem weiter