Die Grüne Hölle
Ich zeig euch heut den Weg geschwind,
durch die Grüne Hölle, wo Mut gewinnt.
Der Motor läuft, die Spannung steigt,
die Nordschleife vor uns liegt bereit.
Ausfahrt raus, die Ampel springt,
Vollgas, bis der Motor singt.
Kaum gestartet, kaum gedacht,
hat Hatzenbach uns schon bewacht.
Schnelle Wechsel, links und rechts,
wer hier zu viel will, zahlt’s zunächst.
Präzise fahren, sauber sein,
sonst büßt man gleich die ersten ein.
Hocheichen zieht den Wagen hoch,
die Strecke steigt, der Motor kocht.
Dann Flugplatz kommt mit vollem Schwung,
hier wird aus Vorsicht schnell Respekt und Mut.
Zum Schwedenkreuz im Höchsttempo hin,
wo Erfahrung zählt und kühler Sinn.
Hart auf die Bremse, niemand träumt,
denn Aremberg hat schon viele geräumt.
Die Rechtskurve wird eng und klein,
drum muss hier deutlich Tempo rein.
Dann wieder Gas und ohne Ruh,
es geht hinab zur Fuchsröhre zu.
Die Kompression drückt tief ins Rad,
das Fahrwerk arbeitet hart und grad.
Dann zieht der Berg den Wagen fort,
hinauf zum Adenauer Forst.
Hart bremsen heißt die Devise dort,
sonst trägt die Strecke dich gleich fort.
Die Kurven eng, der Rhythmus schwer,
hier fuhren viele schon ins Leere.
Metzgesfeld und Kallenhard,
fordern Konzentration auf ihre Art.
Wer ihren Takt zu lesen weiß,
holt Zeit heraus auf seine Weis’.
Wehrseifen wartet eng und klein,
hier muss der Wagen sauber sein.
Dann wieder Gas und voller Mut,
durch Ex-Mühle rollt es gut.
Nun steigt die Strecke steil empor,
Bergwerk öffnet das nächste Tor.
Wer hier früh wieder Leistung gibt,
hat Zeit gewonnen, die man liebt.
Durch Kesselchen den Berg hinauf,
der Motor arbeitet ohne Schnauf’.
Immer schneller zieht es fort,
bis Klostertal den Weg bestimmt dort.
Dann kommt das Karussell heran,
das jeder Fahrer kennen kann.
Hinunter in die Betonspur,
der Wagen rattert seine Tour.
Festhalten heißt es, Kurve hält,
bis Asphalt wieder vor uns fällt.
Hohe Acht und Wippermann,
fordern alles, was man kann.
Eschbach folgt im gleichen Takt,
wo jede kleine Unruhe packt.
Kaum Zeit zum Denken, kaum zum Stehn,
schon ist Brünnchen zu sehn.
Dort stehen Zuschauer am Rand,
an dieser berühmten Eifelwand.
Manch einer kam hier viel zu schnell,
und lernte Demut auf der Stell’.
Pflanzgarten kommt mit Kuppenflug,
wo leicht wird, was eben noch schlug.
Der Wagen springt, die Strecke lacht,
wer träumt, hat schnell den Fehler gemacht.
Dann Schwalbenschwanz, noch einmal rund,
das kleine Karussell im Grund.
Danach wird die Strecke weit,
doch bis zum Ziel ist’s noch nicht Zeit.
Galgenkopf liegt nun voraus,
hier entscheidet sich der Schmaus.
Früh ans Gas und sauber ziehn,
um auf die Gerade einzufliehn.
Die Döttinger Höhe zieht sich lang,
der Motor schreit sein letztes Lied entlang.
Der Wald rauscht vorbei im Abendlicht,
doch ausruhen darf man noch nicht.
Dann kommt die Linie Stück für Stück,
die Runde endet, Blick zurück.
Gas heraus, der Helm wird schwer,
doch die Erinnerung wiegt noch mehr.
Über zwanzig Kilometer lang,
mehr als siebzig Kurven