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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind
es ist ein Vater mit seinem Kind
er hält den Knaben wohl in dem Arm
er hält ihn sicher
er hält ihn warm
Ta-ra-ta-taaa
ta-ra-ta-taaa
der Wind jagt kalt durch Wald und Moor
Mein Sohn warum verbirgst du dein Gesicht
der Nebel zieht
siehst du ihn nicht
die Äste knarren im dunklen Tann
die Nacht schaut tief den Reiter an
Oh-oh-oh-ohhh
oh-oh-oh-ohhh
„Mein Vater mein Vater siehst du ihn dort
den Erlkönig tief an dem schwarzen Ort
mit langem Mantel und dunklem Blick
er winkt mir leise Stück für Stück“
Der Vater reitet schneller fort
die Hufe schlagen durch Wald und Ort
„Bleib ruhig mein Sohn
der Wind rauscht nur
die Blätter ziehn durch dunkle Flur“
Ta-ra-ta-taaa
ta-ra-ta-taaa
der Galopp trägt sie immer weiter
„Du liebes Kind komm geh mit mir
so schöne Spiele zeig ich dir
am Ufer tanzen im Mondenschein
meine Töchter im Nebel fein“
Heyyyyyyy
komm mit mirrrr
Der Knabe schreit
die Stimme bebt
„Mein Vater siehst du wie er dort steht?!
Die Schatten greifen schon nach mir
der Erlkönig steht direkt vor mir!“
Der Vater presst das Kind ganz fest
der Atem brennt
die Nacht wird Stress
durch Sturm und Dunkel jagt das Pferd
als ob die Welt zerbrechen werd
Ta-ra-ta-taaa
ta-ra-ta-taaa
die Hufe donnern durch die Nacht
„Ich liebe dich
mich reizt deine schöne Gestalt
und bist du nicht willig
brauch ich Gewalt“
Oh-oh-oh-ohhh
oh-oh-oh-ohhh
Dem Vater graut’s
er reitet geschwind
er hält in den Armen das ächzende Kind
er erreicht den Hof mit Mühe und Not
doch in seinen Armen
das Kind war tot