[Strophe 1]
Morgens um neun, Laden auf,
der erste Gast macht schon Rabatz drauf.
Setzt sich hin – kein „Hallo“ dabei,
zeigt aufs Schild: „Frühstück? Nehm’ ich drei!“
Ohne Gruß, ohne Blick,
Handy laut – ich bleib’ schick.
Brötchen hart? Nein, das sind Bio.
„Hab ich Recht?“ – Nein, ich sag nie no.
[Refrain]
Ich liebe meinen Job,
kein „Bitte“, kein „Danke“, kein Lob.
Kaffee kalt? Hast ihn stehen lassen,
aber klar – ich soll dich fassen.
Ohne Reservierung, einfach rein,
setzt euch zu sechst an Tisch für zwei'n.
Und wenn du gehst, bleibt nichts zurück –
außer Krümel, Chaos und mein Glück.
[Strophe 2]
Cappuccino, Hafermilch,
„Ist das Soja?“ – fragst du mild.
„Das Ei war hart, das Croissant zu weich!“
Ich nicke freundlich, innerlich schrei’ ich gleich.
Du willst nen Strohhalm aus Kristall,
und extra Lachs – aber bitte ohne Zahl.
Am Ende dann: „War super, klar!“
Doch der Geldbeutel bleibt, wie er war...
[Refrain]
Ich liebe meinen Job,
dein Baby schreit, du brauchst noch ’nen Topf.
Fragen zehn, bevor du bestellst,
und dann vergisst du, was du willst.
Ohne Reservierung, rein wie Sturm,
ich steh im Wind, du bist der Turm.
Und wenn du gehst, sagst du kein Wort –
du bist weg, das Chaos bleibt dort.
[Bridge]
Doch manchmal kommt jemand, echt nett,
sagt „Danke“, lässt Trinkgeld – wow, komplett!
Dann fühl ich kurz: Es geht doch noch,
auch wenn mein Rücken heimlich pocht.
[Letzter Refrain]
Ich liebe meinen Job,
zwischen Lächeln, Latte und Spott.
Zwischen Brötchenkrieg und Butterfluch,
hab ich’s irgendwie doch im Blut.
Kein Bitte, kein Danke, kein Respekt,
doch irgendwas hat mich angesteckt.
Denn jeden Tag – so schräg es klingt –
bin ich da, wo der Morgen singt.