Ich hab mich leise aus dem Staub gemacht,
nicht weil ich flieh – ich hab nur Platz gemacht.
Für mich.
Für das, was ich bin, wenn keiner was will,
wenn ich nicht nett sein muss, nicht hübsch, nicht still.
Ich hab mich nicht angepasst,
nur manchmal zurückgelehnt,
weil Schreien in dieser Welt
oft nur als Zickigkeit gilt.
(Refrain)
Ich hab mich nicht verloren – ich war nur weg.
Zwischen Rollen, Erwartungen, dem ganzen Dreck.
Ich hab mich gesucht, nicht im Außen,
nicht im Glanz –
ich bin nicht perfekt,
aber ich hab Substanz.
(Strophe 2)
Ich bin nicht deine Muse, nicht dein gutes Gewissen,
nicht das „Du bist anders“ in deinen flachen Kisten.
Ich bin radikal weich,
laut in meiner Ruhe,
und ich frag nicht mehr,
ob ich zu viel tue.
Ich hab mich zu oft erklärt,
zu selten gespürt,
doch meine Wut
hat mich zurückgeführt.
(Refrain)
Ich hab mich nicht verloren – ich war nur weg.
Zwischen Lächeln und Nein sagen, unter falschem Gepäck.
Ich hab mich gefunden –
nicht auf Knopfdruck, nicht im Licht,
ich bin endlich ganz –
und ich verbieg mich nicht.
(Bridge)
Wenn du fragst, wo ich war:
Ich war da – nur nicht für dich.
Ich war bei mir.
Und das reicht. Für mich.
(Outro – gesprochen oder ruhig gesungen)
Ich hab mich nicht verloren.
Ich war nur weg.
Und jetzt bin ich zurück.
Aber anders.
Mehr ich.
Und weniger für euch.