(Strophe 1)
Yo, die Uhr tickt laut, doch mein Herz bleibt stehn
Deine letzten Worte schneiden immer noch wie Scherben
Ich seh dich überall – im Schatten, im Licht
Aber wenn ich die Hand ausstreck, greif ich ins Nichts
Ich war zu schnell, zu laut, zu sehr auf Krieg
Hab jeden Streit gesucht wie ’n Süchtiger den Sieg
Doch jetzt wo du fehlst, wird alles still und klein
Die größten Kämpfe führt man plötzlich allein
(Pre-Hook)
Ich weiß, ich hab’s verkackt, das steht in Stein
Aber ich fleh dich an, bevor du ganz verschwind’
(Hook)
Gib mir Zeit, nur noch ’n bisschen Zeit
Lass die Wunden atmen, lass den Schmerz verzeih’n
Gib mir Zeit, ich schwör, ich werd anders sein
Nur ein Atemzug, ein Funken – dann lass ich dich frei
(Strophe 2)
Ich sitz im Auto, Motor aus, Licht aus
Regenschauer prasselt wie Applaus von Graus
Dein Duft hängt immer noch im Sitz daneben
Ich dreh die Heizung hoch, will ihn nicht vergeben
Ich schreib dir Texte, lösch sie, schreib sie neu
Jeder Satz zu viel, jedes Wort zu treu
Doch die Stille schreit lauter als mein Stolz je war
Ich bin am Arsch, Baby, das ist die Wahrheit bar
(Bridge)
Vielleicht verdien ich’s nicht, dass du zurückblickst
Vielleicht bin ich Gift, das man besser vergisst
Aber wenn da noch ’n Prozent von uns überlebt
Dann lass es nicht sterben, nur weil ich’s übertrieb
(Hook – etwas zerbrechlicher)
Gib mir Zeit, nur noch ’n bisschen Zeit
Lass mich zeigen, dass ich’s endlich begreif’
Gib mir Zeit, ich fall sonst auf die Knie
Ein letztes Mal Hoffnung – dann lass ich dich zieh’n
(Outro – sehr leise, fast geflüstert)
Gib mir Zeit…
Nur noch ’n Atemzug…
Gib mir Zeit…
Oder sag endgültig genug…