Titel: „Als die kammen die Wohnung räumten“
Vers 1
Als die kammen die Wohnung räumten,
blieb die Stille an der Wand.
Bilder, Briefe, kleine Träume,
fielen hart aus jeder Hand.
Ein Kinderbett, ein alter Mantel,
eine Tasse noch auf dem Tisch,
und draußen stand die kalte Ordnung,
grau, befehlend, hart und frisch.
Pre-Refrain
Sie nahmen mehr als nur vier Wände,
sie nahmen Namen, Zeit und Licht.
Was dort zerbrach in diesen Händen,
vergisst die dunkle Geschichte nicht.
Refrain
Als die kammen die Wohnung räumten,
räumten sie das Leben leer.
Nicht nur Möbel, nicht nur Fenster —
sie nahmen Hoffnung Stück für Stück mehr.
Und was zurückblieb in den Zimmern,
war Angst, die keiner mehr verdrängt.
Denn jede Tür, die damals zuschlug,
hat bis in unsre Zeit geklängt.
Vers 2
Auf dem Boden lagen Scherben,
und die Nachbarn sahen zu.
Manche schwiegen, manche senkten
ihren Blick und ließen Ruh.
Schränke offen, alles fremd nun,
jeder Gegenstand ein Schrei.
Denn ein Zuhause ist kein Eigentum nur —
es trägt die ganze Seele bei.
Bridge
Wer damals schwieg,
hat auch verloren.
Wer wegsah, ließ
die Kälte groß werden.
Drum müssen wir heute
die Wahrheit sagen,
damit sich solche Nächte
nie wieder wagen.
Refrain
Als die kammen die Wohnung räumten,
räumten sie das Leben leer.
Nicht nur Möbel, nicht nur Fenster —
sie nahmen Hoffnung Stück für Stück mehr.
Und was zurückblieb in den Zimmern,
war Angst, die keiner mehr verdrängt.
Denn jede Tür, die damals zuschlug,
hat bis in unsre Zeit geklängt.