Intro]
Mama sagt, ich war früher anders
Bevor die Nächte kamen, als ich fast starb,
Jetzt redet jeder von Familie
Doch keiner bleibt, wenn alles bricht
[Part 1]
Grauer Himmel über Blocks, ich war sechzehn mit den Falschen
Taschen leer und Augen rot, Bruder meinte: „Wir schaffen’s“
Papa nie zuhause, nur Probleme auf Tisch
Mama weint im zimmer, doch sie sagt mir nichts
Hab gelernt, wie man lügt und klaut
Hab gelernt, nicht mehr zu vertrauen
Jeder Freund wurde fremd, wenn die Scheine sich häuften
Und die Drogen die Seele betäubten
Nächte ohne Schlaf, ich hör Sirenen im Block
Zu viele Bilder im Kopf , Bruder, ich hoff’ es stoppt
Doch ich renn weiter weg, und ich weiß nicht wohin
Hab Familie verloren, dafür Feinde bekommen
[Hook]
Mama fragt, warum ich nachts nicht nach Hause komm’
Warum mein Blick so kalt ist und mein Herz schon lang verschwomm’n
Ich wollt’ nur bisschen Liebe in ’ner Welt voll leerer Menschen
Doch jetzt red ich mit dem Spiegel und seh Narben statt ein Lächeln
Zu viele Brüder gefall’n
Zu viel zeit auf Asphalt
Und wenn ich untergeh’
Dann nur, weil keiner fehlt
[Part 2]
Damals auf Straße, heute im Benz
Doch das Geld macht keine Fam und heilt auch keine Trends
Alle sagen: „Bruder, kämpf“
Doch keiner kämpft
Wenn du nachts alleine frierst, dein Kopf dich langsam frisst
Hab gesehen, wie mein Bruder an dem weißen Pulver starb
Wie Mama an seinm Grab zerbrach
Seitdem trag ich diesen Winter jeden Tag in meiner Brust
Und egal wie viel ich nehme, Bruder, nichts betäubt den Frust
Manchmal denk ich an früher, Fußballplatz und Kinderzeit
Heute nur noch Blaulicht, kalter Rauch und Einsamkeit
Wenn ich falle diese Nacht, hebt mich keiner mehr hoch
Denn Familie wurde fremd und mein Herz längst schon tot