Als Kind hatt’ ich Träume, doch sie hielten nicht lang,
hab gehofft, dass hier alles für mich neu anfangen kann.
In dem Land, wo mein Vater, meine Mutter einst floh’n,
wo sie Freiheit gesucht – doch ich blieb hier allein schon.
Ihr Traum war nicht meiner, doch ich hab mich bemüht,
hab gehofft, dass man sieht, wie mein Herz hier doch glüht.
Doch ich durfte nie einfach nur leben wie ihr,
war nur Gast in den Straßen, ein Fremder bei mir.
Ooooo – ooooo – oooooo...
Du armes Deutschland,
nicht mal deine Kinder lässt du in Ruh’.
Ich lieb’ dich trotzdem,
doch du siehst mir nicht zu.
Weil ich nicht hier geboren bin –
frag ich: Warum, Deutschland?
Warum?
Ich kam in ein Land, das mich niemals verstand,
das mich klein machen wollte mit kalter Verstand.
Hab geschwiegen, verziehen, mich leise gemacht,
doch mein Schweigen war nie genug für eure Macht.
Ooooo – ooooo – oooooo...
Du armes Deutschland,
nicht mal deine Kinder lässt du in Ruh’.
Ich lieb’ dich trotzdem,
doch du hörst mir nicht zu.
Weil ich nicht so heiße wie ihr –
frag ich: Warum, Deutschland?
Ich hab gelernt zu stehen, wenn ihr mich biegen wollt,
hab gelernt zu hoffen, wo man Herzen verkauft.
Ich geb nicht auf, auch wenn du mich vergisst –
weil auch meine Zukunft hier ist...
Ooooo – ooooo – oooooo...
Du armes Deutschland,
nicht mal deine Kinder lässt du in Ruh’.
Ich lieb’ dich trotzdem,
doch du siehst mir nicht zu.
Weil ich anders sprech’ – doch fühl wie du –
frag ich: Warum, Deutschland?