Titel: Die Stimme der Ahnen
Strophe 1
Du sitzt daheim und starrst nur auf den kalten Bildschirm drauf,
Doch in den Adern kocht dir plötzlich wild ein Feuer auf.
Was ist das für ein Pochen, das dir durch die Knochen fährt?
Da wird in deinem tiefsten Innern grade was gewehrt.
Du bist Germane, merkst du nicht, wie dir der Schädel brennt?
Weil deine DNA die alten Pfade wiederkennt.
Hör die Stimme deiner Ahnen, die im Boden festsitzt,
Wo heute noch der Regen über kahle Felsen spritzt.
Das Blut ist alt, die Wurzel tief, die Faust ist wie aus Stein,
Da bricht kein feiner Modetrend von heute einfach ein.
Sie lebten in den Wäldern, ohne Samt und ohne Seide,
Und Cäsars feine Legionäre kriegten das Getreide.
Wir schreiben das Jahr neun nach der verfluchten Zeitenwende,
Da machten unsre Väter mit dem Hochmut schnell ein Ende.
Hook
Du bist Germane, hör die Stimme deiner Ahnen laut!
Das ist der Rhythmus, der sich tief im Wald zusammenbraut!
Kein schönes Gerede, keine Zucht und keine Pflicht,
Nur die ehrliche Wahrheit, die dir durch die Rippen bricht!
Spürst du den Herzschlag? Spürst du den kalten Wind?
Weil wir die Söhne von den echten wilden Kerlen sind!
Strophe 2
Die Story fing schon früher an, im Frost und im Morast,
Wo du als Fremder ohne Speer verdammt verloren hast.
Die Stämme warn zersplittert, jeder kochte seine Suppe,
Die Chatten und die Cherusker warn ne harte Truppe.
Sie bauten keine Städte, scheißten auf den Prunk aus Stein,
Ein festes Dach aus Holz und Stroh musste genügen sein.
Sie lebten von der Jagd, vom Met und von dem fetten Rind,
Und trotzten jedem Wetter, weil sie keine Memmen sind.
Doch dann kam Rom mit Adlern und mit blankem Eisen an,
Und dachte, dass man diesen wilden Haufen fangen kann.
Sie wollten Steuern pressen, unsre Freiheit biegen,
Doch Germanen lassen sich nicht wie die Schafe wiegen.
Da wurde an dem großen Rad der Geschichte gedreht,
Weil jetzt ein ganz besondrer Wind durch das Gehölz her weht.
Hook
Du bist Germane, hör die Stimme deiner Ahnen laut!
Das ist der Rhythmus, der sich tief im Wald zusammenbraut!
Kein schönes Gerede, keine Zucht und keine Pflicht,
Nur die ehrliche Wahrheit, die dir durch die Rippen bricht!
Spürst du den Herzschlag? Spürst du den kalten Wind?
Weil wir die Söhne von den echten wilden Kerlen sind!
Strophe 3
Arminius, der Junge, der in Rom die Schule sah,
Kam heim und wusste ganz genau, was damals hier geschah.
Er trickste den Varus aus, lockte ihn ins dichte Grün,
Da halfen den drei Legionen auch kein Beten und kein Flühn.
Drei Tage lang im Sumpf, da gab es auf die Fresse drauf,
Da ging die Rechnung für das stolze Imperium nicht auf.
Die Moore wurden rot, die Äxte flogen durch das Dickicht,
Bis der letzte feine Römer vor den Knechten einbricht.
Das war die Schlacht, die unsre Freiheit im Geäst behielt,
Da wurde nicht mit falschen, weichen Karten mehr gespielt.
Das Erbe brennt noch heute, wenn der Bass die Erde rüttelt,
Und dir den ganzen alten Staub aus deinen Kleidern schüttelt.
Outro
Hör die Stimme.