Strophe 1
Ich wach auf mit Druck auf der Brust,
noch bevor der Tag überhaupt beginnt.
Die Uhr tickt lauter als mein Herz,
weil ich wieder funktionieren muss, wenn alles in mir sinkt.
Alle sagen: Du schaffst das schon,
weil ich’s gestern auch geschafft hab.
Doch keiner sieht, wie viel ich verliere,
nur damit ich heute wieder stark bin.
Pre-Chorus
Ich bin gut im Weitermachen,
schlecht im Bei-mir-bleiben.
Hab gelernt zu liefern,
aber nie, mich auszuhalten.
Refrain
Ich steh zwischen Leistung und Luft,
weiß nicht, was mich gerade erstickt.
Wenn ich kurz stehen bleib, hab ich Angst,
dass man sieht, wie zerbrechlich ich bin.
Ich will nicht fallen,
doch ich kann nicht immer rennen.
Sag mir, wer ich bin,
wenn ich einmal nichts leiste.
Strophe 2
Alle meine Namen passen nicht,
je nach Raum bin ich jemand anders.
Die Starke, die Ehrgeizige,
die, die alles kann – wenigstens nach außen.
Doch wenn die Türen zu sind,
bleibt nur noch Müdigkeit.
Und die Frage, ob ich noch ich bin
oder nur das, was von mir übrig bleibt.
Pre-Chorus 2
Ich hab Angst, nichts zu tun
und Angst, kaputtzugehen.
Zwischen Stillstand und Tempo
hab ich vergessen, wie Atmen geht.
Refrain
Ich steh zwischen Leistung und Luft,
und beides fühlt sich falsch an.
Wenn ich zu viel geb, geh ich leer,
wenn ich loslass, hab ich Schiss, dass ich fall.
Ich will nicht verschwinden,
doch ich kann nicht immer glänzen.
Sag mir, darf ich bleiben,
auch wenn ich gerade nichts bin?
Bridge
Vielleicht bin ich nicht schwach,
vielleicht bin ich nur müde vom Kämpfen.
Vielleicht ist Pause kein Versagen,
sondern ein Akt von Überleben.
Wenn alles in mir leiser wird,
hör ich endlich mich.
Und vielleicht reicht das heute –
auch wenn es niemand sonst sieht.
Letzter Refrain (leiser)
Ich steh zwischen Leistung und Luft,
und ich wähl heut ein kleines Stück Ruhe.
Nicht, weil ich aufgebe,
sondern weil ich mich brauche.
Ich muss nicht immer beweisen,
dass ich mehr bin als genug.
Vielleicht bin ich heute einfach hier.
Und vielleicht… reicht das schon.