(Strophe 1)
Ich habe nicht gelernt, wie man liebt,
nicht gelernt, wie man bleibt, wenn der Sturm sich erhebt.
Ich stand im Flur meiner eigenen Seele,
mit gepackten Taschen aus Zweifel und Nebel.
Niemand hat mir gesagt, wie man Nähe erträgt,
wie man ehrlich „Ich brauch dich“ ins Dunkel legt.
Ich hab Mauern gebaut aus Schweigen und Pflicht,
hab gelächelt nach außen und innen zerbricht
jede Faser, die hofft, dass mich jemand versteht,
doch ich wusste nie, wie das mit Vertrauen geht.
Ich habe nicht gelernt, wie man lebt,
wie man loslässt, wenn alles im Inneren bebt.
Ich zählte die Fehler wie andere Sterne,
hielt meine Träume bewusst in der Ferne.
Wenn Liebe ein Haus ist, dann stand ich davor,
mit klopfendem Herzen, doch fand nie das Tor.
Ich habe gewartet, dass jemand mich zieht,
doch keiner bemerkt, wie mein Mut langsam flieht.
(Pre-Chorus)
Und ich frage mich leise im Lärm dieser Welt,
ob irgendwer sieht, was mich nachts wach hält.
Ob irgendwer merkt, wie mein Atem zerfällt,
wenn die Stille mich wieder beim Namen nennt.
(Refrain)
Ich habe nicht gelernt, wie man liebt, wie man lebt, wie man fühlt,
hab mein Herz in Beton und in Zweifel gehüllt.
Ich habe nicht gelernt, wie man fällt, ohne Angst,
wie man bleibt, auch wenn alles in Scherben zerspringt.
Doch tief in mir drin schlägt ein leiser Versuch,
eine Sehnsucht nach Wärme, nach ehrlichem Fluch.
Vielleicht kann ich lernen, was niemand mir sagt,
vielleicht ist es Hoffnung, die trotzdem noch wagt.
(Strophe 2)
Ich habe nicht gelernt, wie man fühlt,
wie man Tränen zulässt, wenn die Fassade kühlt.
Ich kann funktionieren, doch kaum existieren,
kann lächeln und dabei mich selbst verlieren.
Meine Hände sind offen und trotzdem so leer,
denn ich fürchte das „Bleib“, ich fürchte das „Mehr“.
Ich renne, bevor man mich halten kann,
weil ich Nähe nur flüchtig ertragen kann.
In meinem Kopf wohnt ein Richter aus Glas,
der flüstert mir ständig, ich sei nicht genug für das,
was andere mühelos teilen und tragen,
während meine Gefühle im Schatten verzagen.
Ich hab nie gelernt, mich selbst zu verstehn,
hab nie gewusst, wie Versöhnung kann gehn.
Mit mir und den Fehlern, die ich mir verzeih,
mit dem Kind in mir drin, das nie wirklich schrie.
(Pre-Chorus 2)
Doch manchmal im Morgengrauen, ganz sacht,
wenn das Licht durch die Ritzen der Zweifel erwacht,
spür ich ein Ziehen, ein zaghaftes Glühn,
als würd etwas Neues im Innern erblühn.
(Refrain)
Ich habe nicht gelernt, wie man liebt, wie man lebt, wie man fühlt,
hab mein Herz in Beton und in Zweifel gehüllt.
Ich habe nicht gelernt, wie man bleibt, wenn es brennt,
wie man kämpft, ohne dass man sich selbst dabei kennt.
Doch irgendwo unter der Angst und dem Lärm
liegt ein Wunsch nach Berührung, nach schützendem Arm.
Vielleicht kann ich lernen, Schritt für Schritt,
vielleicht geht mein Herz ja doch noch mit.
(Bridge)
Und wenn ich falle, dann diesmal bewusst,
nicht aus Flucht, sondern weil ich es muss.
Wenn ich zittere, bleib ich vielleicht einfach stehn,
statt wieder vor mir selbst