[intro]
[Refrain]
Sie behandeln Menschen wie Gefahren
wie streunende Hunde ohne Namen
Kein Blick, kein Platz, kein Neubeginn
nur Misstrauen tief in unserem Sinn
Und wir erzählen uns noch immer
wie offen dieses Land doch wär’
Doch Menschlichkeit verblasst inzwischen
unter Parolen kalt und leer
[Strophe 2]
Früher hieß es: „Nie wieder schweigen“
nie wieder Hass, nie wieder Schuld
Doch heute hört man viele zeigen
auf Schwächere mit harter Ungeduld
Die neue Regierung spricht von Stärke
von Grenzen dicht und schneller Druck
Doch Stärke zeigt sich nicht in Härte
sondern darin, wer Menschen Schutz gibt
[Pre-Chorus]
Und irgendwo zwischen Wahlplakaten
und lauten Worten im Parlament
geht langsam das verloren
was man einmal Mitgefühl genannt
[Refrain]
Sie behandeln Menschen wie Gefahren
wie streunende Hunde ohne Namen
Kein Blick, kein Platz, kein Neubeginn
nur Misstrauen tief in unserem Sinn
Und wir erzählen uns noch immer
wie offen dieses Land doch wär’
Doch Menschlichkeit verblasst inzwischen
unter Parolen kalt und leer
[Strophe 3]
Wenn irgendwo die Schlagzeilen brennen
steht Herkunft oft noch vor der Tat
Man sucht sofort nach fremden Namen
bevor man irgendetwas hat
Und war es doch ein Deutscher wieder
verstummt die Wut erstaunlich schnell
Dann heißt es plötzlich „Einzelfälle“
doch bei Geflüchteten wird’s generell
[Strophe 4]
Sie reden über „kriminelle Massen
als wären Menschen bloß Statistik
Ein ganzes Leben wird verurteilt
durch Angst, Gerüchte und Politik
Dabei sind die meisten nur gekommen
weil Krieg und Elend sie vertrieb’n
Doch hier begegnet man den Narben
mit kaltem Zweifel statt mit Frieden
[Pre-Chorus]
Und jede Tat wird ausgeschlachtet
wenn sie ins Feindbild passen kann
Doch gleiche Maßstäbe verschwinden
sobald ein Deutscher sowas getan
[Bridge]
Was ist aus diesem Land geworden?
Warum klingt Hoffnung jetzt wie Wut?
Wer ständig Mauern höher baut
verliert am Ende selbst den Mut
Denn jeder Mensch trägt eine Geschichte
die mehr ist als ein fremdes Gesicht
Und wenn wir lernen wegzusehen
dann verlieren wir am Ende uns im Hass
[Refrain]
Behandelt Menschen nicht wie Schatten
nicht wie Gefahr vor jeder Tür
Denn wer nach Frieden sucht im Leben
verdient Respekt genau wie wir
Und vielleicht wird dieses Land erst stärker
wenn es endlich wieder versteht
Dass Menschlichkeit nicht Schwäche bedeutet
sondern das, was uns zusammenhält
[Strophe 6]
Wo bleibt das faire Recht für Menschen,
die Schutz gesucht und Angst erlebt?
Wo bleibt die Prüfung jedes Einzelnen,
bevor man über Schicksal hebt?
Wenn nur noch Tempo wichtig geworden
und Menschlichkeit verlorengeht,
dann fragt man sich, wie lange dieses Land
noch zu seinen Werten steht.
[Outro]
Ein Pass macht niemand besser,
kein Herkunftsland macht Menschen schlecht.
Doch wer pauschal in Feindbilder denkt,
vergisst Gerechtigkeit und Recht.
Und irgendwann wird man sich fragen,
wann Mitgefühl verloren ging —
vielleicht genau in dem Moment,
als Angst begann, den Ton zu bring’n.