[Verse 1]
Heiko steht am Bahnsteigrand
mit einem Hut in seiner Hand
zwei verknickte Fahrkarten
und ein Herz aus altem Sand
Sein Mantel riecht nach Regen
seine Schuhe nach Beton
er sagt: „Ich bleib hier hängen
doch mein Traum fährt längst davon“
[Pre-Chorus]
Die Gleise ziehn sich endlos
durch das graue Morgenlicht
Heiko hebt den Kopf nur kurz
doch die Müdigkeit zerbricht
[Chorus]
Heiko, Heiko, geh nicht heim
Heiko, Heiko, bleib noch klein
Ein Lied für dich im kalten Wind
weil deine Füße müde sind
Heiko, Heiko, hör mich an
die Nacht war hart, doch du hältst stand
[Verse 2]
In der Kneipe an der Ecke
kennt ihn jeder beim Gesicht
er lacht zu laut beim dritten Bier
und vergisst die Hälfte nicht
Da war mal eine Frau mit roten Schuhen
da war mal Glanz in seinem Blick
doch seit jenem Wintermorgen
kam das Leben Stück für Stück
[Pre-Chorus]
Und wenn er nachts durchs Viertel geht
klappert still sein Schlüsselbund
er sagt, das Herz sei nicht aus Stein
nur ein bisschen staubig, wund
[Chorus]
Heiko, Heiko, geh nicht heim
Heiko, Heiko, bleib noch klein
Ein Lied für dich im kalten Wind
weil deine Füße müde sind
Heiko, Heiko, hör mich an
die Nacht war hart, doch du hältst stand
[Bridge]
Dann spielt der Alte an der Tür
eine Melodie so rau und wahr
Heiko schließt die Augen zu
und auf einmal wird es klar
Nicht jeder Winter bleibt für immer
nicht jede Schuld bleibt auf der Haut
man kann mit leerer Tasche gehen
wenn man dem eigenen Takt noch traut
[Chorus]
Heiko, Heiko, geh nicht heim
Heiko, Heiko, bleib noch klein
Ein Lied für dich im kalten Wind
weil deine Füße müde sind
Heiko, Heiko, hör mich an
die Nacht war hart, doch du hältst stand
[Outro]
Heiko setzt den Hut aufs Haar
und lächelt schief ins erste Grau
am Bahnsteig ruft schon wieder einer
„Komm, Junge, heute schaffst du's auch“