

Prompt / Lyrics
Ich steh auf einem Stuhl in einer viel zu großen Küche, Der Abwasch glänzt, als wär ich alt genug, um all das hier zu tragen, ohne zu fragen. Ich wiege meine Geschwister in den Schlaf, zähl ihre Atemzüge wie Versprechen. Ich spiel die Mutter, die ich nie sein wollte, und lerne früh, mich selbst zu brechen. Am Tag bin ich leise, funktionier ohne Klang. Wenn ich falle, sag ich niemandem, wann. Ich wollte nur ein Kind sein, mit schmutzigen Knien im Licht. Doch ich trag viel zu schwere Worte auf einem viel zu kleinen Gesicht. Biergeruch mischt sich mit Rauch in der Stille, Scham liegt wie Staub auf mir. Ich wollte nur ein Kind sein, doch keiner sieht mich hier. Die Schritte im Flur sind lauter als mein Herz, ich kenn ihr Gewicht, bevor sie stehen. Der Geruch kommt vor dem Schatten, und ich lerne, aus mir rauszugehen. Ich lieg ganz still in meinem Körper, doch irgendwo bin ich nicht mehr da. Er ist der Gute, ich bin schwierig, und glaub es irgendwann sogar. Am Morgen wasch ich die Nacht von meiner Haut. Zieh mir ein Lächeln an, das keiner durchschaut. Ich wollte nur ein Kind sein, mit schmutzigen Knien im Licht. Doch ich trag viel zu schwere Worte auf einem viel zu kleinen Gesicht. Biergeruch mischt sich mit Rauch in der Stille, Scham liegt wie Staub auf mir. Ich wollte nur ein Kind sein, doch keiner sieht mich hier. Manchmal spür ich tief unter Splittern noch etwas, das nicht zerbricht. Ein leiser Rest von mir flüstert: Du bist nicht das, was man über dich spricht. Doch laut ist nur die Dunkelheit, und stark sein heißt hier schweigen. Ich halte durch bis morgen früh, und lerne weiter, mich zu neigen. Ich wollte nur ein Kind sein, nicht stark und nicht perfekt. Nicht voller Schuld für Dinge, die kein Kind je trägt und deckt. Biergeruch mischt sich mit Rauch in der Stille, Scham atmet mit mir ein. Ich wollte nur ein Kind sein … und weiß nicht, wie das geht, ein Kind zu sein.
Tags
nachdenklich , traurig
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2/21/2026