[Strophe 1]
Jeden Tag ein Lächeln, obwohl's in ihm zerbricht,
trägt die Last der anderen, doch seine sieht man nicht.
Er hört sich jede Sorge an, bis tief in die Nacht,
doch keiner fragt ihn jemals, wer über ihn noch wacht.
Er gibt sein letztes bisschen Kraft,
damit ein anderer wieder lacht.
Doch wenn die Sonne untergeht,
bleibt nur die Stille, die ihn versteht.
[Pre-Refrain]
Er hat gelernt, nichts zu sagen,
jede Träne zu verstecken.
Hat sein Herz aus Stein gebaut,
damit es keiner mehr kann brechen.
[Refrain]
Ich bin zu kalt geworden,
weil Wärme mich verbrannt hat.
War für jeden da auf dieser Welt,
bis niemand mehr nach mir gefragt hat.
Ich hab mein Herz verschenkt,
doch nie eins zurückbekommen.
Jetzt lauf ich durch die Dunkelheit,
hab jedes Gefühl mitgenommen.
Für alle war ich Rettung,
für mich selbst nur ein Schatten.
Ich bin zu kalt geworden,
weil mich die Narben niemals verlassen.
[Strophe 2]
Er kennt jedes fremde Leid,
doch sein eigenes bleibt stumm.
Sagt: "Mir geht's schon irgendwie",
dreht sich weg und schweigt darum.
Jeder ruft nur, wenn er etwas braucht,
keiner, wenn die Welt für ihn ersäuft.
Er trägt den Sturm in seiner Brust,
bis Hoffnung langsam in ihm verglüht.
[Bridge]
Vielleicht war er nie herzlos,
vielleicht nur viel zu müde.
Vielleicht hat ihn das Leben
langsam Stück für Stück besiegt.
Und hinter seiner kalten Mauer
schlägt noch immer ein Herz.
Doch keiner sieht die Wahrheit,
hinter seinem stummen Schmerz.
[Letzter Refrain]
Ich bin zu kalt geworden,
doch eigentlich frier ich nur.
Hab vergessen, wer ich selber bin,
auf meiner endlosen Tour.
War für jeden da,
hab mich selbst dabei verloren.
Jetzt steh ich zwischen all den Menschen,
einsam wie am ersten Morgen.
Vielleicht findet mich irgendwann
wieder ein bisschen Licht.
Bis dahin trag ich meine Last –
und vergesse mich selbst nicht.