[Strophe 1]
Ich kam zur Welt in einem Haus aus Schreien,
Wände voll mit Fäusten, statt mit Streicheln.
Keine Arme, die mich hielten, wenn’s dunkel war,
Nur das Zittern meiner kleinen Knochen war echt und klar.
Mutter? Ein Wort, das ich nie greifen konnte,
Ein Foto vielleicht, doch das Gesicht war fortgeweint.
Vater roch nach Schnaps und alten Wunden,
Jeder Satz ein Faustschlag, jede Nacht ein neues Grün.
[Refrain]
Ich trug die Angst wie eine zweite Haut,
Zog sie morgens an, abends fiel sie blutig ab.
„Du bist nichts wert“ – das Mantra meiner Kindheit,
Und ich glaubte jedes Wort, das aus dem Chaos schrie.
[Strophe 2]
Im Spiegel sah ich immer nur den Fehler,
Ein Junge, der zu laut atmet, der zu leise weint.
Versteckte blaue Male unter langen Ärmeln,
Und fragte Gott, warum er ausgerechnet mich meint.
Jahre zogen vorbei wie schwere Ketten,
Ich rannte weg, doch trug die Hölle in mir weiter.
Bis eines Morgens, still, fast zärtlich,
Die Wahrheit leise an die Tür geklopft – sie war nicht leichter.
[Refrain – Variation]
Doch jetzt seh ich die Fäden, die mich rissen,
Seh den kleinen Jungen, der nur Liebe wollte.
Es war nie meine Schuld, dass Liebe fehlte,
Es war nie mein Fehler – ich war nur das Opfer, das noch rollte.
[Bridge]
Heut steh ich hier, die Narben längst verblasst,
Nicht weg, doch endlich nicht mehr meine Schuld.
Ich hasse nicht mehr, was aus mir wurde,
Ich umarme endlich, wer ich bleiben durfte.
[Outro]
Mutter ohne Namen, Vater ohne Frieden –
ich vergebe nicht, doch ich zerbrech nicht mehr.
Ich bin das Kind, das überlebt hat,
Und endlich, endlich – atme ich nur für mich her.
[Hook]
[Chorus]
[Final Chorus]