Titel: „Vier Jahre alt“
Strophe 1
Vier Jahre alt, zu jung um zu verstehen,
warum Mama weint und warum wir gehen.
Ein kleiner Junge mit viel zu viel Angst,
die Hand losgelassen, mein Herz ganz verkrampft.
Ein Koffer, schwerer als mein ganzes Leben,
zu viele Fragen, doch keine Antworten eben.
Fremde Wände, fremdes Licht,
ich wollte nach Hause, doch das ging nicht.
Pre-Chorus
Sie sagten: „Du bist jetzt hier, das wird schon gut“
doch mein Kopf war leer, nur Angst und Wut.
Refrain
Ich trag so viel Gewicht auf meinem Herz,
zu viele Jahre, zu viel Schmerz.
Depression redet leise mit mir:
„Du bist falsch, du gehörst nicht hier.“
Doch irgendwo tief in mir drin
weiß ich: Ich hab überlebt, ich hab Sinn.
Mein Weg war lang, mein Weg war hart,
doch ich steh noch hier – Tag für Tag.
Strophe 2
Schule war kein Ort zum Sein,
schlechte Noten, immer allein.
Andere lachten, hatten ihren Kreis,
ich stand daneben, still und leis.
Keine Freunde, nur mein Kopf,
der mir jeden Tag das Gleiche sagt:
„Du bist nicht genug, du bist zu viel“,
und ich glaubte jedes einzelne Ziel.
Pre-Chorus
Ich wollte dazugehören, einmal normal,
doch mein Spiegelbild war mir egal.
Refrain
Ich trag so viel Gewicht auf meinem Herz,
zu viele Jahre, zu viel Schmerz.
Depression redet leise mit mir:
„Du bist falsch, du gehörst nicht hier.“
Doch irgendwo tief in mir drin
weiß ich: Ich hab überlebt, ich hab Sinn.
Mein Weg war lang, mein Weg war hart,
doch ich steh noch hier – Tag für Tag.
Strophe 3
Auch in der Pflegefamilie war nicht alles leicht,
ich war anstrengend, hab Grenzen erreicht.
Pubertät, Chaos in meinem Kopf,
hab geschrien, geflucht, alles blockiert.
Ich war laut, ich war schwer auszuhalten,
hab Nähe zerstört aus Angst vorm Festhalten.
Ich hab sie weggestoßen, immer wieder,
weil Liebe sich anfühlte wie ein Fehler.
Bridge
Irgendwann stand ich draußen, ganz allein,
sie sagten: „So geht es nicht, so kann es nicht sein.“
Ich dachte: „Jetzt lassen sie mich auch gehen“,
wie alle davor – hab es kommen sehen.
Doch dann kam Zeit und dann kam ein Wort:
„Komm zurück, wir geben dich nicht fort.“
Refrain (ruhiger)
Ich war nicht einfach, ich war nicht leicht,
hab viel kaputt gemacht, viel erreicht.
Sie sahen mehr als mein schlechtes Ich,
sie sahen den Jungen – nicht nur mich.
Letzter Refrain
Ich trag noch immer Gewicht auf meinem Herz,
doch ich bin mehr als mein Schmerz.
Depression schreit, doch ich hör nicht zu,
weil ich weiß, ich bin nicht kaputt, nicht zu.
Sie gaben mir ’ne zweite Chance im Leben,
als ich selbst aufgehört hab, an mich zu glauben.
Mein Weg war schwer, doch er war wahr,
und ich bin stärker, als ich je war.
Outro
Vier Jahre alt…
und trotzdem noch hier.