Marius56:nachfarbe schwarz:
YUNG nachtfarbe schwarz „Bruder, hier redet keiner viel…
Augen reden, Hände reden.
Nachts… is’ alles schwarz. Auch die Seele.“
Kapuzen tief, Blick wie Beton,
Herz so kalt, Digga, frag nicht warum.
Aufgewachsen, wo kein Licht reinzieht,
Messer blitzt, bevor dein Kopf was sieht.
Die Straße mein Lehrbuch, Kapitel Gewalt,
Keiner macht hier Abi, aber jeder wird kalt.
Bruder fiel mit neun, war kein Unfall –
Seitdem red ich nur mit Gott durch’n Schlundknall.
Zu viele Träume verpackt in Baggie
Zukunft ist grau, doch die Ware glänzt steady.
Kein Plan von morgen, doch die heutige Route
geht wieder am Block vorbei – unter der Kapuze.
Schwarze Nacht, Bruder, schwarz wie mein Herz,
In der Tasche das Gift, in der Seele nur Schmerz.
Kein Held, kein Licht – nur die Straße als Gott,
und der Asphalt kennt jeden, der zu viel versprach am Block.
Zahl’n deine Schulden oder trag deinen Sarg,
hier ist kein Platz für Schwäche, Bruder, Nachtfarbe: schwarz.
Cops machen Druck, doch wir kennen kein Reden,
nur die Stille nach’m Knall – und das Echo vom Leben.
Sag, wer bist du, wenn das Geld nicht stimmt?
Wenn kein’n Rücken mehr bleibt, weil der Wind sich dreht, Kind?
Ich war nie der, der viel spricht, nur der, der viel sieht,
wie Brüder sich ficken für’n Tick, weil das Gift nie vergibt.
Ich schreib kein’ Hit, ich schreib mein Testament,
jeder Satz ist mein Blut, das in Lines verbrennt.
Straße ist kein Film, Digga, Straße ist Fluch,
Schwarze Nacht, Bruder, schwarz wie mein Herz,
In der Tasche das Gift, in der Seele nur Schmerz.
Kein Held, kein Licht – nur die Straße als Gott,
und der Asphalt kennt jeden, der zu viel versprach am Block.