

Prompt / Lyrics
[Intro – gesprochen, mit Hall] Yo… aus’m Pott, wo der Rauch nie ganz weggeht… Zechen stillgelegt, aber die Geister bleiben… Dat is die Story von ner Frau, die keener mehr sehn wollte… Aber sie hat’s geschafft. Hömma zu. [Part 1 – Jugend / Falsche Wege] Sie war sechzehn, Haare schwarz wie Kohle aus Zollverein, wuchs auf in ’ner Kolonie, wo der Dreck an den Wänden klebt rein. Vadder abgehauen, Modder mit zwei Jobs am Limit, kein Geld für nix, nur Streit und kalte Winter. Erste Kippe mit dreizehn hinterm Bunker, erste Line mit vierzehn, weil „dat macht dich wach, Kumpel“. Von Gras zu Speed, dann Hero, dann Crack am Bahnhof, Duisburg-Nord, da wo die Züge nie pünktlich sind, nur Hoffen. Sie dealt erst klein, dann größere Päckchen für’n Türken, aber schnell war klar: dat reicht nich, der Körper schreit nach mehr’n. Also ab auf’n Strich, Frohnhauser Straße, Essen bei Nacht, fünf Euro die Nummer, zehn wenn er schnell war und lacht. [Hook] Aus’m Schatten der Zeche, tief in der Nacht, falsche Wege gegangen, nix mehr intakt. Kinder allein in der kalten Bude, Mama draußen für’n nächsten Schuss – dat tut weh, du Lude. Aber tief drin brennt noch’n Funke, klein und vergraben, sie kämpft gegen Dämonen, die keiner je sah’n. Ruhrpott-Mädchen, hart wie Stahl aus Krupp, eines Tages steigt sie auf – und hört auf zu schlupf’n. [Part 2 – Mutter sein & Versagen] Zwei Kids, eins vier, eins grade mal zwei, sie lässt se allein, weil der Entzug sie zerreißt. „Nur kurz weg, Oma passt auf“ – Lüge Nummer eins, die Kids spielen mit Streichhölzern, während sie draußen steht und weint. Polizei kommt wieder, Nachbarn glotzen blöd, „Die Junkie-Muddi, wat soll dat Kind bei der bloß?“ Sie schreit in die Nacht: „Ich liebe euch, ich schwör!“ doch der nächste Freier wartet schon vor der Tür. Depression wie Blei in den Knochen, Angst wie Rost, der sich frisst durch jede Hoffnung. Dämonen im Kopf flüstern: „Du bist Dreck, du schaffst nix“, sie ballt die Fäuste, doch der nächste Schuss siegt fix. [Hook] Aus’m Schatten der Zeche, tief in der Nacht… Kinder allein, Mama zerbricht in der Pracht von Neon und Lügen, von fünf Euro pro Mal, aber tief drin brennt noch’n Funke – sie gibt nich auf, egal. [Part 3 – Tiefpunkt & Wendepunkt] Einsachtzig runter, Augen leer wie verlass’ne Zeche, Polizeieinsatz wieder, Blaulicht tanzt über ihre Leiche – fast. Fremde starren, lachen, filmen mit’m Handy, „Guck mal die fertig, die hat’s nich mehr lange, ne?“ Sie hält’s nich mehr aus, schmeißt den Löffel weg, landet in ’ner Beratung, zitternd, kaputt, am End. Erste Entzugswoche: Hölle pur, Schweiß und Schreie, aber da war’n Kumpel, der sagte: „Du bist nich allein, ey.“ (Outro) Therapie, Gruppe, jeden Tag’n neues Gefecht, gegen die Dämonen, die immer noch flüstern: „Komm zurück.“ Sie denkt an die Kids, die jetzt bei Pflegeeltern sind, „Mama kommt zurück – clean, stark, mit’m Plan im Sinn.“
Tags
100 BPM, H-Moll, trockener WestCoast Drum, harte Kicks, düstere Streicher, knallende beats 808-beat, aggresive male
2:50
No
1/16/2026